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In den nachfolgenden Artikeln möchte ich einen Anstoß
im Umgang mit Kinder, von klein auf, im Namen der Großen Göttin
geben.
Jeder Impuls, jedes Gefühl das aus dem Herzen kommt und den
Kindern die Große Göttin und ihre Mysterien näher
bringt, ist der richtige Weg. Ich möchte hier nur meine Geschichten
und Anregungen erzählen und jeder, der ein kleines Stückchen
meines Weges mit mir gehen möchte, ist dazu eingeladen.
Mama,
kannst mal hexen!
Was unterscheidet meine Kinder von anderen "normalen"
Kindern?
Keine schmutzigen Kleider, keine zerzausten Haare und kein wildes
herum Gefluche - einzig und allein die Einstellung zu uns Hexen.
Die böse Hexe im Märchen, kostet meine Tochter nur ein
wissendes Lächeln, weiß sie doch, dass es überall
gut und böse gibt. In einen Gewissenskonflikt, weil Mama auch
eine Hexe ist, ist sie noch nie gekommen. Sicher, erzählt sie
etwas in der Schule, erntet sie schiefe Blicke bei den Kindern und
Erwachsene sehen wieder einmal Sektengefahr im Verzug, das macht
es nicht leichter. Wäre unsere Gesellschaft aufgeschlossener,
würde sie vorher mal zuhören, anstatt gleich zu verurteilen,
würde sich auch die allgemeine Einstellung ändern. Egal
ob das nun Religion, Rasse oder finanzielle Unterschiede sind -
immer wieder gibt es Ausgrenzungen. Eine Armut im Herzen, die einen
mehr schmerzt als körperliche oder materielle Entbehrungen
und eine Krankheit die vor allem in der westlichen, so "reichen"
Welt verankert ist.
Der Begriff Hexe ist heutzutage weitläufig, ob die verrückte
Teufelsanbeterin, die weise Heilerin oder die männermordende
Emanze, sie alle können sich hinter diesem Namen verbergen.
Zugegeben, für jemanden der sich nicht weiter dafür interessiert,
wird es schwer sein, das wahre Hexentum zu verstehen, doch ich bin
schon vielen begegnet, für die es Anregung genug war sich eingehender
damit zu beschäftigen.
Alle geistigen Hexencircel, mit ihren verschiedensten Ritualen,
haben doch eine gemeinsame Urquelle aus der sie ihre Kraft beziehen.
Sie lehren die Heiligkeit der Natur, das Bewusstsein des eigenen
Körpers und das Gleichgewicht aller Dinge. All das versuche
ich auch meinen Kindern näher zu bringen. Dankbarkeit für
alles was uns die Natur schenkt, Achtung vor jedem Lebewesen, das
seine Aufgabe im ewigen Kreislauf wahr nimmt und dass nichts selbstverständlich
ist, sondern ein Geschenk der großen Göttin.
Wenn Mama ihr Vollmondritual macht oder Runen wirft, ist es für
meine Kinder so normal als wenn andere ihre Eltern in die Kirche
begleiten. Auch vermittle ich ihnen meine Religion nicht als einzig
richtige, sondern lehre sie Toleranz und Offenheit anderen gegenüber.
Vor allem der christlichen Religion gegenüber ist dies schwer,
Jahrhunderte lange Verfolgung und Hexenverbrennungen zeugen nicht
gerade von Nächstenliebe und Toleranz, vielmehr ist es ein
Zeichen von Habgier und Angst vor Machtverlust. Trotzdem lasse ich
meine Tochter in der Schule am Religionsunterricht teilnehmen, denn
man kann sich nur dann bewusst für eine Richtung entscheiden,
wenn man die anderen auch kennt.
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