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In erster Linie sind wir es, die durch
Vorbildwirkung und stetes Bemühen die Kinder „prägen“.
Wer gibt ihnen das Geld für die Leberkässemmeln und Pizzen,
die in den Freistunden verschlungen werden?
Wer kauft ihnen die diversesten Gamespiele und Playstations und
bezahlt den Strom für die stundenlangen Sessions?
Wer nimmt es stillschweigend hin, wenn die Kids mal wieder stundenlang
vor der Glotze sitzen, wenn wir nicht zuhause sind?
Aber:
Wer fährt mit ihnen ins Grüne?
Wer bringt sie zu ihren Freizeitaktivitäten?
Wer unterstützt sie in ihrer SelbstFindung?
Das alles sind wir!!
Die traditionelle Form der Gesundheitserziehung zielt darauf ab,
durch verstärkte Information und Aufklärung über
riskante Verhaltensfaktoren z. B. Bewegungsmangel, Alkohol- und
Nikotinmissbrauch, einseitige Ernährung eine individuelle
Verhaltensänderung zu bewirken. Das Konzept der Gesundheitsförderung
stellt die Verantwortung des Einzelnen für sich selbst und
für die Gesellschaft in den Mittelpunkt. Gesundheit wird von
den Menschen in ihrem alltäglichen Arbeits- und Lernumfeld
geschaffen und gelebt.
Die neue Qualität der Gesundheitsförderung liegt daher
einerseits in einem erweiterten Gesundheitsverständnis,
d. h. es berücksichtigt die physische,
psychische und soziale Gesundheit, und andererseits auch in der
Schaffung eines gesundheitsfördernden Arbeits- und Lernumfeldes.
Das Thema „Heilkräuter und Wiesenpflanzen zwischen
Haustür und Gartentor“ bietet sich als perfektes Projekt
für naturverbundene Familien an. Projekt deshalb, weil es
keine Sache für einige Stunden oder Tage ist, es ist ein sehr
intensives und wertvolles Erleben und Lernen und sollte sich über
das ganze Leben erstrecken!
Seine „Erziehung“ öffnen, bedeutet, dass man bestehende
Strukturen in Frage stellt und Kindern die Möglichkeit gibt,
sich aktiv zu beteiligen und ihr Lernen im kognitiven, motorischen,
emotionalen und sozialen Bereich mitzugestalten, mitzubestimmen
und mitzuverantworten.
 Der Ansatz meines Artikels liegt in der Anschauung, dass Pflanzen
Wesen sind und es Freunde sind, die mit uns verbündet sind.
Diesen Ansatz findet man nicht nur bei den Indianern, sondern auch
bei Maria Treben, Wolf-Dieter Storl und in gewisser Weise auch
bei Magister Botanicus, die beiden letzteren haben auch fundiertes
Fachwissen durch ein Studium. Storl ist Ethnobotaniker und Kulturanthropologe,
er lehrte auch über 20 Jahre an verschiedenen Universitäten;
er ist genau wie Maria Treben und auch unsere Alten der Meinung,
dass man nur eine Handvoll Kräuter braucht – daraus
leiten sich auch die Neunerkräuterbuschen und die Neunkräutersuppen
ab. Magister Botanicus beschäftigt sich auch beruflich mit Pflanzen,
er ist in der Forschung tätig.
In meiner spärlichen Freizeit beschäftige ich mich mit
den Wildpflanzen in meinem Garten, manchmal über Jahre hinaus
mit einer einzigen!
“Es muss feste Bräuche geben”, sagte der Fuchs
zum Kleinen Prinzen. “Es ist das, was einen Tag vom anderen
unterscheidet!“ ( Antoine de Saint-Exupéry )
Gerade bei uns am Land sind alte Bräuche noch bekannt, unter
anderem die Kräuterbuschen zu Ostern und zur Junisonnwend,
bei uns verwendet man dafür traditionellerweise andere Pflanzen
als woanders – an einem gemeinsamen Familienwandertag würde
sich sicherlich das eine oder andere Ziel anbieten, wie Freilichtmuseen,
aber auch Wiesen, Felder, Almen und dergleichen mehr!
Die Begegnung mit Pflanzen ist eine gute Entspannungsübung
und schult nicht nur die Wahrnehmung, die Geduld, sondern auch
den respektvollen Umgang mit Pflanzen.
Idealerweise sollte man der Jahreszeit entsprechend die Kräuter
(dazu gehören ja auch die Bäume) der näheren Umgebung
kennen lernen. Ich halte persönlich absolut nichts davon,
wenn die Kinder seitenweise über Bäume oder Blumen etwas
lernen, aber sich vor der Haustüre nicht zurechtfinden. Gehe
ich nun von unserem Haus aus, so müsste der erste Baum, den
die Kinder ein Jahr lang begleiten, die Walnuss oder die Kirsche
sein – denn sie sind der Mittelpunkt unseres Gartens.
Bei kleineren Kindern würde ich ganz besonders auf das Gänseblümchen,
den Löwenzahn, den Wegerich (allgemein, denn oft findet man
eher den Breitwegerich als den Spitzwegerich), die Brennnessel
und den Sauerampfer eingehen.
Größeren Kindern könnte man dann auch die Gundelrebe
(Gundermann), die Schafgarbe, das Johanniskraut, die Margerite,
die Kleearten und die Taubnessel vorstellen.
Es bietet sich natürlich an, dass man zur Sommersonnwend
mit den Kindern das traditionelle Kräuterbüscherl sucht
und bindet – je nach Alter des Kindes intensiviert sich die
Erklärung, ausgehend vom „Aberglauben“ bis hin
zu den Heilwirkungen der einzelnen Pflanzen.
Die verschiedenen Wege der „Realbegegnung“ und Tipps
für gute Literatur werdet ihr im nächsten Teil finden!
Eure Anregungen und Wünsche sind im Forum gerne gesehen und
werden selbstverständlich mitberücksichtigt!
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