Nachrichten aus Anderswelt   Teil I
Oder wie ich lernte meinen Verbündeten zu vertrauen.

AndersweltGrade am Anfang, allerdings auch immer wieder mal im Laufe der Jahre, bekam ich von meinen Verbündeten, den Geistern, Hinweise um zu erkennen,dass ihre Informationen tatsächliche solche sind - nämlich Informationen - Tatsachen.
Dazu möchte ich einige Geschichten erzählen, die sich in diesem Rahmen abspielten. Nicht in chronologischer Reihenfolge, allerdings chronologisch innerhalb des jeweiligen Zusammenhangs.

Hatte ich mich schon vor den ersten Seminaren im Bereich Schamanismus seit meiner Kindheit mit “Begleitern” abgefunden, die für mich recht real waren - Arme, die um meine Schultern gelegt wurden, wenn ich alleine war. Jemand der mich von der Straße zurück riss, ansonsten mich ein Auto überfahren hätte, aber außer mir und dem entsetzten Autofahrer niemand da war.  Etc., etc. -  so intensivierte sich dieses durch die bewußte Auseinandersetzung mit “Wesen aus anderen Welten”.


Eine kleine Geschichte dazu

Nach einem Gespräch mit anderen, in dem es darum ging, inwiefern das Reisen in andere Wirklichkeiten real ist, ob Handlungen dort ausgeführt hier bei uns wirken, und ob die Informationen richtig sind, landete ich bei einer schamanischen Reise in Australien. Ein Kontinent, mit dem ich mich noch nie wirklich beschäftigt hatte. Im Verlauf der Reise führte mich ein Aborigine in den Ayersrock. Mitten darin war eine große Höhle, an deren Wänden sich rundherum eine riesige, sehr bunte Schlange befand. In der Reise selber fand ich das sehr beeindruckend.

Zwei Wochen danach, ich befand mich in meinem Stammkaffeehaus und blätterte in diversen Zeitschriften. In einer davon war ein Reisebericht über Australien. Unter einem Foto vom Ayersrock stand ein kleiner Text darüber, dass laut Mythen der Aborigines sich im Ayersrock die Weltenschlange befindet. Na, da hab ich erst mal geschluckt und mich dann leise bedankt.


SchlangeEin anderes dieser Erlebnisse ging über mehrere Jahre hinweg

So ziemlich zu Beginn meiner Ausbildung, träumte ich eines Nachts von einer Katastrophe, die meine Welt heimsuchen würde. Im Traum flüchtete ich und lief so schnell ich konnte, während die Katastrophe hinter mir war und passierte. Noch während die Flucht andauerte, wurde mir bewusst, dass sie passiert war, und Flucht sinnlos. Ergo drehte ich mich um und sah sie - die Katastrophe. Sie stellte sich als Überflutung dar. Das ganze Mühlviertel war ein riesiges Meer und nichts hatte überlebt, außer mir.
Noch in Panik kam mir der Gedanke “Du hast doch gelernt, mit so was umzugehen.” Und schon trat ich an den Strand des Meeres und rief dessen Wesen an.
Es erhob sich eine riesige Welle, auf deren Kamm eine grüne Frau mit einem Kleinkind im Arm ritt und sich an den Strand tragen ließ. Sie sah einfach perfekt aus, völlig real und ich war einfach so perplex, wie sie dicht vor mir stand, dass ich sagte “Oooh, so real hab ich mir euch nicht vorgestellt”. Und schon hatte ich einen ziemlich schmerzhaften Tritt gegen meine Schienbeine abbekommen, der mir schmerzlichst die Realität des Wesens aufzeigte. Dann saßen wir auf einem Stein der von Wellen umspült war und unterhielten uns. Während des Gesprächs meinte ich “Wenn ich das meiner Freundin K. erzähle, die glaubts nicht” und mit einem ängstlichen Seitenblick zu dieser Meeresgöttin “also nicht, dass ich das jetzt nicht mehr glauben täte. Ich glaubs schon, ich glaubs schon!”
Zum damaligen Zeitpunkt war das für mich ein Hinweis von der anderen Wirklichkeit, dass sie realer sind, als ich zu dieser Zeit vermeinte. Doch es ging noch weiter.

Einige Jahre später, ich war wieder in mein Heimatdorf gezogen, kam es wieder zu einer Begegnung mit ihr. Ich wohnte mitten im Dorf, gegenüber des örtlichen Wirtshauses. Die Zeiten, wo Festlichkeiten stattfanden, Hochzeiten u. ä. nutzte ich dann für Trommelrituale, weils gegenüber eh so laut war, das meine Trommlerei nicht auffiel, wie ich dachte. Es war Sommer und gegenüber wurde lautstark Hochzeit gefeiert. Das wollte ich nutzen, auch mal bei der Hitze mit geöffnetem Fenster ein Ritual auszuführen.

Mittlerweile hatte ich eine kleine, nigerianische Trommel. Eigentlich eine Touristentrommel, die wie ich sie erhielt, nicht einen ordentlichen Ton von sich gab. Mittlerweile die beste Reisetrommel der Welt. Warum das so ist, ist allerdings eine andere Geschichte. Nun, ich begann an diesem schönen, warmen Augustabend mit meinem kleinen Trommel- und Singritual gegen 22.00 Uhr. Im Verlauf der Sache trat ich völlig weg, um gegen halb 4.00 morgens daraus wieder aufzutauchen, mit einem Wort in Kopf und auf der Zunge, das ich als Namen deutete - Yemaya.

Fand ich spannend, aber  ich bin ja oft so obergescheit, und tat es eben als “spannend” ab, und das wars. Über das völlige wegtreten während der Session dachte ich überhaupt nicht nach, außer das ich es “super” fand. Am nächsten Tag wollte ich mir ein Essen im Wirtshaus vergönnen und  ging nach nebenan. Dort sprach mich dann die Kellnerin an, und fragte, welch tolle Ethnoplatte ich den in der Nacht abgespielt hätte. Sie und ihre Kollegin wären am Nachhauseweg eine ganze Weile unter meinem offenen Fenster gestanden und hätten sich die tolle Musik angehört, die da erklang.

Tolle Musik? Mehrere Instrumente?  Weibliche und männliche Gesangsstimmen? Ich war ein bissl in Erklärungsnot. Ließ das mit der Ehnoplatte stehen. “Ja du, die hab ich ausgeliehen. Eine Kassette, auf der nicht steht, wer die Musiker sind. Muß ich leider morgen zurückgeben, an eine Freundin. *hüstel*
Und nach dem Essen begann ich zu suchen, weil ich doch grad vor ein paar Monaten ein Buch geschenkt bekommen hab, in dem ganz viele Göttinnen und Götter aus verschiedenen Kulturen vorkamen. Irgendwie wars mir ein bissl dringlich auf einmal.


Ende Teil I


Lucia


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