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Was sagte mir der Berg?
Eine ganz kurze Botschaft: Materie und Spirit sind gleichwertig,
sie ergänzen sich, sind das Gegenteil und gehören zusammen.
Ja, das war´s.
Ich hab ein ganzes Jahr gar nicht weiter über diese neue Denkweise
nachgedacht. Ich habs zwar meiner Frau gesagt und wir haben
sogar ein wenig gelacht über diese eigenartige Sichtweise und
ich kann mich noch erinnern, dass wir sagten: Dann wäre Gott
gar nicht MEHR als die Erde! Wir fanden das eher lustig als es ernst
zu nehmen. Erst allmählich tauchte der Gedanke wieder auf und
plötzlich kam mir die Erkenntnis, was dies zu bedeuten hat
und welche Konsequenzen dies für mich und eventuell auch für
andere Menschen haben könnte.
Vielleicht werden Viele von euch jetzt, genauso wie ich damals,
die Tragweite dieses neuen Gedankens ebenfalls nicht erkennen. Vielleicht
denken auch viele, dass diese Denkweise gar nicht neu ist. Das kann
natürlich auch sein. Es ist möglich, dass andere Menschen
auch so denken wie ich anfangs, nämlich das ganze als belanglos
betrachten. Aber es ist immerhin total neu in Bezug auf unsere,
vom christlichen Denken geprägte dualistische Weltanschauung.
Und hier, mit dem Dualismus, haben wir schon das Hauptproblem, das
viel Missverständnis und Verwirrung anstiftet: Dualismus und
Polarität scheinen so ähnlich zu sein, dass man sie gar
nicht als zwei total verschiedene Denkweisen betrachtet.
Der Hauptunterschied besteht darin, dass Dualismus die Lehre von
Gut und Böse ist, zwei Gegensätze, die sich ständig
bekämpfen.
Bei der Polarität handelt es sich zwar auch um Gegensätze,
jedoch bekämpfen sie sich nicht, sondern sie bedingen sich.
Sie gehören zusammen und formen zusammen ein Ganzes. Dualismus
ist ein Denkgebäude.
Polariät kann zwar auch als ein Denkgebäude betrachtet
werden, jedoch ist sie auch in der Natur begründet. Ob ich
es als Naturgesetz bezeichnen soll, weiß ich noch nicht recht,
denn hier müßte man erstmal anfangen zu definieren, was
ein Naturgesetz überhaupt ist. Lassen wir´s also mal
dabei: Es ist in der Natur begründet.
Nur ein paar Beispiele: Jedes Atom besteht aus Neutron und Elektron.
Das ist eindeutig Polarität. Nachdem jedoch die gesamte Materie
aus Atomen besteht, ist somit die gesamte Materie aus dieser Polarität
entstanden oder beinhaltet sie. Auch alles Leben auf unserer Erde
ist aus der Polarität entstanden, auch wir Menschen natürlich.
Wir sehen das in der geschlechtlichen Vermehrung als deutliches
Beispiel. Aber Leben generell kann und konnte nur entstehen, weil
die Sonne (ich sehe sie als männliche Energie) Licht und Wärme
aussendet. Diese Energie wäre aber vergebens, wenn nicht die
Erde (ich sehe sie als die weibliche Energie) sie aufnehmen würde.
Beide zusammen schaffen das Leben. Das Wasser ist dabei ebenfalls
notwendig und die Luft. Sie sind Geburtshelfer, nicht
die ursprünglichen Schöpferkräfte. Das keltische
Kreuz ist das Ursymbol für dieses Geschehen. Der senkrechte
Balken ist die männliche Energie, der horizontale die weibliche
(beide gleich lang!!!). Beide zusammen bilden vier Felder, die vier
Elemente Erde, Wasser, Luft, Licht. Der Kreis herum ist die ewige
Wiederkehr dieses Prinzips. Das keltische Kreuz bezeichnet also
die Welt, im Mittelpunkt und als Hauptbestandteil die Polarität.
Polarität ist also nach dieser Definition nicht das Männliche
und Weibliche in der Ursache, sondern zwei gegenteilige Kräfte,
die wir benennen können wie wir wollen, meinetwegen A und B.
Aber warum nicht auch männlich und weiblich?
Man kann also daraus schließen, dass nicht das Männliche
und Weibliche die Polarität schlechthin ist, sondern eher ein
Ausdruck von der Urenergie des Seins.
Für heute ist das vorerst mal genug. Ich werde über meine
Definition der Polarität demnächst weiter schreiben.
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