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Um die Vielzahl der verschiedenen Kraftplätze in ein geordenetes
Schema zu bringen ist es am besten, sie chronologisch zu ordnen.
Am Beginn stehen hier die reinen Plätze, die dem Menschen
als
“besonders” erschienen. Dies konnte ein Wasserfall, ein besonders
geformter Felsen oder eine Waldlichtung sein. Später wurden
diese Plätze mit verzierten oder bemalten Pfählen,
Steintumuli oder anderen künstlichen Artefakten versehen,
um ihre Besonderheit zu kennzeichnen. Aus dieser Tradition entwickelten
sich später
groessere Steinmonumente wie Steinkreise, Steinreihen, Kammern
und
ähnliches.
Viele dieser Bauwerke wurden von den Priestern als astronomische
Uhren oder Zeiger verwendet. Einzelne Steine wurden so platziert,
dass sie an einem wichtigen Tag im Jahr genau in der Sonnen- oder
Mondbahn lagen und so ihren Schatten auf ein bestimmtes Ziel warfen.
Im Laufe der Zeit lernten die Menschen, ihr gesammeltes Wissen
in diesen Gebilden auszudrücken. Sowohl berühmte Bauwerke
wie Stonehenge, die Pyramiden in Mexiko und Ägypten oder
die grossen Kathedralen in Frankreich, als auch unbekannte oder
vergessene Plätze beinhalten dasselbe mathematische und
geometrische Wissen. Es ist das Wissen das wir heute als “Heilige
Geometrie” bezeichnen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass
Orte der Kraft die religiösen
Bedürfnisse des Menschen reflektieren.
Anna & Peter
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Foto: Eva Wrazdil
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Orte der Kraft, Seele der Landschaft - Mystisches
Waldviertel
Ein ganzheitlicher Ansatz zu einem besseren Verständnis
der Form gebenden Wirkkräfte in der Natur.
Plötzlich war er wieder da. Es war so seine besondere Art
zu verschwinden und nach einiger Zeit wieder aufzutauchen. Er berief
sich immer darauf, dass er nur erschien, wenn er gerufen würde.
Doch dieses Mal schien es besonders lange gedauert zu haben. Ein
besonders starkes Gefühl spürte Merlin aus dem Waldviertel
an sein Herz dringen. Doch dann tauchten Bilder vor seinem Auge
auf, Bilder von Wesen, deren Kraft tief im Inneren der Erde schlummerten:
Die Steine des Waldviertels! Merlin wusste, dass es nun an ihm
lag, den Menschen die Kraft der Steine nahezubringen. Sie aufzuklären über
die wahre Kraft, die ihnen innewohnt. Abseits von keltischen Kultstätten
und „esoterischen“ Erleuchtungsgeneratoren und schnellen
Brütern für das menschliche Bewusstsein.
Die Geschichte
der Steine
Merlins Blick in die Kristallkugel ließ ihn in
der Zeit zurückreisen. Weit zurück. So cirka eine Milliarde
Jahre. Apropos, eine Milliarde Jahre, weißt du, wie lange das ist?
Kannst du dir diesen Zeitraum vorstellen? Wir hantieren
mit Zahlen recht locker. Milliarden Euro Budgetdefizit, Milliarden
Schulden, fünf oder mehr Milliarden Menschen auf der Welt usw.
Du brauchst, wenn du 40 Stunden in der Woche dazu aufwendest,
80 Jahre um in Einserschritten von 1 bis 1.000.000.000 zu zählen.
Da klingelt es im Bewusstsein, was? Tja und vor einer Milliarde
Jahren, da gab es nur einen Kontinent, „Pangea“ genannt.
Dieser zerbrach, die zwei Teile stießen im Laufe der Zeit
gegeneinander, und das Waldviertel entstand. Fertig war das Waldviertel
dann so vor ca. 350 Millionen Jahren. Nur wie sah es aus? Es hatte
sich ein ca. 8.000 m hohes Gebirge gebildet. Noch dazu Tiefengestein!
Langsam empor gedrücktes und ebenso langsam erkaltetes Magma.
Unser Granit. Aber nicht nur Granit gibt es bei uns. Gneise, Kalk
und sogar eine „Bunte Zone“ gehören zur Vielfalt
unserer Heimat. Ganz schön was los im Waldviertel oder? Tja
und heute? Das Gebirge ist weg! Manche meinen, die Waldviertler
Bevölkerung leide an „Phantomschmerzen“. Man muss
sich das einmal vorstellen, hier bei uns gab es einmal ein Gebirge
so hoch wie der Himalaya. Nur die „Restlinge“ des Gebirges,
auf Grund ihrer Form von den Wissenschaftern „Wollsackverwitterung“ genannt,
lassen die formgebenden Wirkkräfte in unserer
Natur erkennen. Na endlich weißt du, was Merlin eingangs damit
meinte. Merlin blätterte weiter in der interessanten Broschüre „Das
Waldviertel“ – Sonderband: Die Erdgeschichte des Waldviertels,
ich meine, er blickte weiter in seine Kristallkugel.
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