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Guten Tag! Darf ich mich vorstellen?
Mein Name ist Hortensia Virtuella Floribunda, aus dem alten Geschlecht der Gartenfeen.
Der Einfachheit halber nenne ich mich Hortinella. Schon seit tausenden
von Jahren arbeiten wir Gartenfeen mit den Menschen zusammen -
wenn man uns lässt. Wir Gartenfeen sind allerdings auf die
Mithilfe der Menschen angewiesen, wenn wir unsere Zauberkräfte
richtig entfalten wollen. Deshalb habe ich beschlossen, einen Internet
- Zauberkurs für alle Gartenbegeisterten anzubieten. Ich
würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir einen Besuch abstattet.
Gerne beantworte ich natürlich auch spezielle Gartenfragen.
Ja, ja, ist schon eine feine Sache, das Internet! Ein Mausklick,
und man ist online mit einer echten Fee verbunden! Hier also gleich
der erste und allerwichtigste Zauberspruch, er lautet: Immer mit
der Natur, statt gegen sie. Wer sich den richtig einprägt,
ist fast schon ein fertiger Gartenzauberer, denn er hat meine ganze
Verwandtschaft auf seiner Seite. Mein Hofstaat, vom winzigsten
Springschwanz bis hinauf zu Regenwurm, Igel und sogar Maulwurf
dient ihm freudig und unermüdlich. Der zweite, wichtige Zauberspruch
heißt: Vielfalt statt Einfalt. Unsere Gartenpflanzen lieben
die Abwechslung. Sie fühlen sich wohl in der Gesellschaft
Andersartiger. Aber nicht jeder liebt jeden, es gibt Sympathie
und Antipathie unter meinen Schützlingen, wie bei Euch Menschen
auch. Deshalb berate ich Euch gerne über richtige Mischkultur
(wird wohl erst im kommenden Frühjahr so richtig aktuell).
Zum kleinen Einmaleins des Gartenzauberns gehört natürlich...
ja, richtig geraten, der Kompost. Auch für ihn gilt Zauberspruch
Nr. 2. Abwechslung ist das halbe Kompostleben. Wie’s richtig
gemacht wird, verrate ich gerne.
Neuanlage und Pflege von Beeten
„Oijoijoi, tuat mia mei Kreiz weh! so hört man es oft aus den Gärten leidgeprüfter Menschen, die wieder einmal mit der Pflege ihrer Lieblinge beschäftigt sind.. Hortinella möchte euch einige Arbeitserleichterungen bei der Pflege Ihrer Blumen- und Gemüsebeete anbieten. Auch hier sind wieder die kleinen Helferleins wie Feen und Elfen, oder Mikroorganismen und andere für uns mit freiem Auge nicht erkennbare Heinzelmännchen am Werke. Wir wollen. wie es sich gehört, am Anfang beginnen. Bereits bei der Neuanlage von Beeten kann man sich eine Menge Arbeit ersparen. Da liegt nun so eine Wiesenfläche vor uns, mit jeder Menge Beikräutern (Unkräuter gibt’s ja nicht, oder gibt’s vielleicht auch Unmenschen?) Doch diese Beikräuter wollen wir nicht alle in unserem Gemüse- oder Blumenbeet. Wobei doch einige sehr nützlich sind, doch davon ein andermal. Ihr werdet doch sicher im Hause alte Decken, große Kartons zur Abdeckung der Fläche haben. Diese legt ihr nun einfach auf die dafür vorgesehene Fläche. Großwüchsige Stauden müsst ihr natürlich vorher abschneiden, ausgraben ist nicht notwendig. Jetzt braucht ihr nur mehr frische Gartenerde ca. 30cm aufschütten und schon ist euer Beet für das Frühjahr vorbereitet. Ganz Eilige können schon jetzt Pflanzen oder Blumenzwiebeln setzen. Auch so genannte Gründüngung ist trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit noch angebracht. Zum Beispiel Phacelia bietet sich besonders an. Sie ist zugleich ein hervorragendes Futter für unsere Bienen. Mit ihren Wurzeln lockert die Phacelia den Boden. Bitte keinen Senf verwenden, da Senf ein Kreuzblüter ist verträgt er sich nicht mit den verschiedensten Gemüsesorten, wie zum Beispiel Kohl. Das Ganze etwas an gießen und schon ist das Beet fertig. Unter den Decken oder Kartons verrotten die Beikräuter mangels Licht und lockern zugleich den Boden auf. Fleißige können noch das abgefallene Laub auf das Beet streuen auch das fördert das Bodenleben und nennt man mulchen.
Wie kompostiere ich richtig?
Die Grundregel heißt richtig mischen!
Durch das richtige Mischungsverhältnis und den richtigen Standort kann der Verrottungsvorgang beschleunigt werden und das oftmalige "Umsetzen" eingeschränkt werden. Ein vielfältiges Nahrungsangebot schmeckt den Mikroorganismen besser. Sie brauchen Stickstoff (Kurzzeichen N) - und Kohlenstoff (Kurzzeichen C) - Verbindungen. Fachleute reden gern geheimnisvoll und drücken den Kohlenstoffgehalt als Verhältnis zum Stickstoffgehalt aus (C=N - Verhältnis). Reiner Rasenschnitt oder Gemüseabfälle haben ein C/N - Verhältnis von etwa 15:1, Strauchschnitt etwa 120:1. Wir müssen also die verschiedenen Bioabfälle mischen. Beim Abbau sinken die Abfälle zusammen. Vor allem nasse Küchenabfälle bilden einen luftundurchlässigen Brei. Viel zuwenig Luft kann in das Innere des Materials gelangen. Die negative Folge davon wird man alsbald riechen können. Wichtig ist daher die Einmischung von so genanntem Strukturmaterial (Gehäckselter Baum- und Strauchschnitt, Stroh). Die Luft kann dann durch kleine Spalten bis zu allen Mikrorganismen vordringen. Zu trockenes Material (meist Gartenabfälle wie Laub oder Strauchschnitt) müsste eigentlich bewässert werden. Wie ih bereits wisst, ist ein Einmischen von feuchten Küchenabfällen vorteilhaft. Sind keine derartigen Abfälle vorhanden, so ist eine vorsichtige Wassergabe aber durchaus angebracht.
Der richtige Standort
Damit die Temperatur weder zu heiß, noch zu kalt wird, soll der Komposthaufen im Sommer nicht in der prallen Sonne stehen. Im Winter, bei Temperaturen unter 0°C, stellen die Mikrorgansimen ihre Tätigkeit weitgehend ein. Als günstig hat sich erwiesen, den Kompost so anzulegen, dass im Hochsommer ein Gebüsch Schatten bietet. Besonders wichtig ist auch, dass der Kompost sehr gute Verbindung zum Mutterboden aufweist, damit sich von Anbeginn die Mikroorganismen gut entwickeln können (Komposthaufen nicht auf betonierten Flächen anlegen!) Bei Berücksichtigung dieser wenigen Grundlagen und nach einiger Übung kann es eine Freude sein zuzusehen, wie unsere Abfälle zu wertvollem Kompost umgewandelt werden.
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