|
Die Ringelblume ist eine Universalpflanze und sollte in keinem
Garten fehlen. Sie wird auch als Regenblume, Rinderblume, Monatsblume,
Gartendotterblume, Goldblume, Totenblume, Warzenblume, Sonnenwende,
Ringelrose und auch als Stinkblume bezeichnet.
Wo findet man sie?
 Vor allem dort, wo Menschen gelebt haben, findet man die Ringelblume
gerne. In den heimischen Gärten in denen gedeiht die Ringelblume
sehr gut. Sie ist nicht anspruchsvoll und mag "magere" Erde.
Wie
erkennt man sie?
Familie: Korbblütler
Stängel: aufrecht, wenig verzweigt, behaart,
Blätter: wechselständig sitzend, länglich, locker
behaart, ganzrandig und fein gezähnt
Blüte: hellgelb bis dunkelorange
Höhe: ca. 60 cm
Gesammelt werden die Blüten in der Blütezeit
von Juni bis zum ersten Frost (meist im Oktober)
Gesundheit
Die
Ringelblume wird sehr gerne zur Wundheilung eingestzt. Sie verhindert
Narbenbildung, wirkt antiseptisch, blutreinigend,
entzündungshemmend, zellregenerierend, zusammenziehend und
auch blutstillend.
Insbesondere ist sie auch eine Wohltat für Leber und Galle.
Ich bereite Tee nicht nur aus getrockneten Blüten zu,
sondern auch gerne mit den frischen Blüten direkt aus dem
Garten. Dazu nehme ich 1-2 Teelöffel Blüten
und übergieße
diese mit 1/4 l Wasser. 5-10 Minuten ziehen lassen. 2-3
Tassen sollte man allerdings regelmässig trinken. Der
Tee hilft sehr gut bei Drüsenverhärtung sowie bei Stockungen
im Unterleib. Sogar eine prophylaktische Wirkung in Bezug auf Brustkrebs wird
der Ringelblume nachgesagt.
Wer kennt sie nicht, die Ringelblumentinktur? Ich
kann nur empfehlen sie einmal selber anzusetzen! Ein Glas zu ca.
1/3 mit Ringelblumenblüten füllen und
mit 2/3 Alkohol (45%ig) auffüllen. Das ganze
14 Tage stehen lassen. Danach abseihen und in dukle Fläschchen
abfüllen. Eingenommen werden täglich 3 mal
15 Tropfen!
Salbengrundlage (bekommt man auch schon fertig in der Apotheke)
mit Ringelblumenblüten (einschließlich der Kelche) schmelzen
lassen, bis die orange Farbe sichtbar wird und noch warm in die
Cremetiegel füllen. Man trägt die Creme bei Verletzungen, offenen Beinen, Geschwüren
und Abschürfungen auf.
50 Gramm Blüten mit
einem Liter Wasser aufkochen und 15 Minuten lang durchziehen lassen
ergeben einen wunderbaren Badezusatz.
Die Ringelblume als Badezusatz macht die Haut weich und geschmeidig.
Sie reinigt die Haut bei Narben, Pickel und Furunkeln. Auch
innerlich kann ein leichter Tee für diese Zwecke angewendet
werden. Zudem eignet sich obige Anweisung zur Vorbereitung von Augenbädern
von geröteten Augen.
Ringelblumenöl ist ein hervorragendes Wundheilöl!
1 Liter Olivenöl mit 2 Hand voll Ringelblumenblüten
auffüllen
und 3 Wochen stehen lassen. Es ist äußerlich
anzuwenden und wirkt antiseptisch (besonders bei Hauterkrankungen).
Außerdem
ist es hilfreich bei Entzündungen und Frostbeulen
sowie bei rissigen Brustwarzen. Die Wirkung des Öls kann noch
verstärkt
werden - man glaubt es kaum. Dazu mischt man Ringelblumenöl
mit Johanniskrautöl und
Arnikaöl! Ergibt bestes Wundheilöl!
In der Homöopathie Calendula D2 - D6 3 mal 5 Tropfen tägl.
bei entzündlichen Prozessen des
Magens, zur Wundheilung, für die Leber und bei Drüsenschwellung
und in der Küche die Blüten und junge Blätter auf
Salat (auch Fruchtsalat) geben! Dazu aber nur die jungen
Blätter nehmen, denn die alten haben
einen leicht bitteren Geschmack. Zum Färben von Lebensmitteln
wie Reis, Joghurt, Milchspeisen und Kuchen kann man die Blüten
anstelle von Safran verwenden. Der Geschmack wird auch leicht pikant.
Außerdem passen die jungen Blüten hervorragend zu Fisch
und Wildgerichten.
Auch als Verjüngungsmittelchen wird die Ringelblume sehr
geschätzt, da sie eine zellverjüngende Wirkung besitzt.
Ihr seht schon, die Ringelblume ist völlig zurecht eine der
bekanntesten Heilpflanzen!
|