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So bekam ich von einem wunderbaren Menschen heilende Erntegeschenke
an denen ich mich noch lange erfreuen werde. Nüsse und Äpfel,
kleine Pfirsiche, Lavendel und vor allem Salbei! Alles aus dem Garten,
wild und frei gewachsen. Nun ist meine Wohnung voll mit Salbei und
ich werde über den Winter keine Sorgen haben müssen das
er ausgehen könnte.
Und natürlich stellt man
sich die Frage: "Was tun mit so viel Salbei?"
Klar, jeder weiß, daß wir verstärkt Salbei
in unseren Hustentee mischen und Salbei auf Atemwege und Magenschleimhaut
generell heilend wirkt. Gut hilft starker Salbeitee auch bei Zahnweh
wenn man den schmerzenden Zahn darin spült. Und die meisten
wissen Salbei auch als Gewürz zu schätzen oder als Räucherung
zum Reinigen.
Doch konkret was kann er der Salbei und wie können wir ihn
einsetzen?
Salbei als Heilkraut
Salvere wo sich der Name herleitet heißt übersetzt: "gesund
sein". Im Mittelalter sagte man: "Wer Salbei in seinem
Garten pflanzt der wird gesund bleiben und hat keinen Grund zu sterben".
Man dachte man bliebe von Pest und allerlei anderen Krankheiten
verschont. Die heilige Hildegard von Bingen sah den Salbei ebenfalls
als Allheilmittel an.
Salbei enthält ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe,
Bitterstoffe und Phenolcarbonsäure. Einer seiner Inhaltsstoffe
das Thujon kann bei Überdosierung zu Vergiftungen führen.
Er wirkt antiseptisch(äußerlich und innerlich) und adstringierend.
Die Hauptanwendung erfährt er bei Hals- Rachenentzündungen,
Geschwüren oder Schmerzen im Mundbereich, Zahnfleischbluten
und wirkt auch gegen Durchfall. Ebenso wird er bei Nervenleiden
oder Nachtschweiß eingesetzt.
Gerade für uns Frauen kann Salbei während der Pubertät
und/oder den Wechseljahren von guten Diensten sein da er den Hormonhaushalt
hilft zu regulieren. Beim Ausbleiben der Menstruation wird er ebenso
eingesetzt. Darf aber nicht in der Schwangerschaft angewendet werden!
Und angeblich stimuliert Salbei auch die Empfängnisbereitschaft!
Salbeitinktur: 3 Teile zerkleinerten
Salbei mit 9 Teilen Weingeist übergießen und 3-4 Wochen
(ich mache dies immer von Neumond bis Vollmond) an einem warmen
Ort aufbewahren. Danach abseihen und die Tinktur in einer dunkler
Flasche aufbewahren.
Salbeilikör: (aus:
Das Messeguè Heilkräuterlexikon, Bertelsmann)
"Sie können einen vorzüglich duftenden Likör
mit guten medizinischen Wirkungen selbst erzeugen, wenn Sie eine
Handvoll Salbei eine Woche lang in 1/2 Liter Branntwein liegen lassen.
Nehmen Sie davon täglich einen Kaffeelöffel voll ein.
Dieser Likör kann auch äußerlich auf schmerzende
Stellen angewendet werden."
(Was Messeguè nicht dazu schrieb ist, daß dieser Likör
auch ein eigenes Geschmackserlebniss im Kaffee oder Tee bietet -
einfach ausprobieren!)
Salbei in der Küche
Am Besten entfalten die frischen Salbeiblätter ihr Aroma. Deswegen
sollte man beim Kochen nur frische Blätter verwenden. Ergo
dessen den Salbei wenn er frisch ist einfrieren und nicht als getrockneter
verwenden! So wird sein intensives Aroma erhalten und es reichen
geringe Mengen um Speisen zu würzen. Bevor man den Salbei in
Saucen oder zu Fleisch, Gemüse usw. gibt gehört er kurz
in Butter oder Olivenöl angedünstet so entfalten sich
die Inhaltsstoffe perfekt.
Gut passt er zu Kalbfleisch und Lammfleisch und natürlich Fisch
aber den Variationen sind keine Grenzen gesetzt. Ich finde Salbei
passt vorzüglich auch zu Huhn oder Faschiertem oder einfach
nur als Saucengewürz oder Pasta zu Nudeln und Gemüse.
Vorsichtig sein sollte man mit dem Mischen mit anderen Gewürzen.
Da der Salbei einen sehr eigenen Geschmack hat der gerne alles andere
übertüncht passt er kaum zu anderen Gewürzen. Mit
Zwiebel, Knoblauch und den Grundgewürzen wie Salz und Pfeffer
verträgt er sich immer. Ich finde Salbei auch geschmacklich
sehr fein zusammen mit Thymian oder Oregano.
Und im Moment liebe ich Käsetoast mit getrocknetem Salbei!
Gebackener Salbei
1 Ei trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen
125g Mehl +125ml Weizenbier+ Eigelb+1 EL Öl+ Prise Salz zu
einem glatten Teig verrühren
das Eiweiß unterheben
Salbeiblätter durchziehen und herausbacken
Salbei im rituellen Gebrauch
Salbei wird generell zum Reinigen verwendet da er Negatives bannt
und Kraft spendet. Nordamerikanische Indianer sehen ihn als eine
ihrer heiligsten Pflanzen an. Auch in Schwitzhüttenritualen
wird mit Salbei geräuchert oder Wasser mit Salbei angereichert.
Unser heimischer Salbei ist aber nicht mit den vielen anderen Sorten
wie White Sage, Salvia divinorum oder der Gartenpflanze Salvia spendens
zu verwechseln!
Salbei wird laut Elisabeth Brooke (Von Salbei, Klee und Löwenzahn,
Bauer-Verlag) dem Kehlkopfchakra zugerechnet und hilft hier bei
Kommunikationsproblemen jeglicher Art. Hier soll Salbei als Duftöl
oder Räucherung die Emotionen empor holen die notwendig sind
um sich ausdrücken zu können.
Vollbad
Eine wunderschöne Möglichkeit ist auch ein reinigendes
und gleichzeitig aphrodisierendes Bad. Folgende Kräuter werden
mit heißem Wasser übergossen und dann 12 Stunden stehen
gelassen. Ich mache dies besonders gern zu Vollmond und stelle das
Wasser dann auch in ein "Mondbad".
Rosenblütenblätter, Rosmarin,
Muskat, Salbei, 2-3 Nelken, 1 Tl Kardamonsamen, Jasminblüten
und Pfefferminze. (natürlich ist es jedem freigestellt sich
weitere Kräuterkombinationen zu überlegen die die Lust
ankurbeln und entspannen)
In das Bad gebe ich dann das Kräuterwasser etwas Honig und
Milch dazu und hole mir gerne zusätzlich Energie von Aphrodite
oder Oschun ! Wenn dann noch ein passender Mann greifbar ist wird
es eine perfekte Nacht *grins*!
Salbei im magischen Bereich
Bei Magister Botanicus (Magisches Kreutherkompendium, Verlag - Die
Sanduhr) wird der Salbei unter anderem mit den Nornen in Verbindung
gebracht. Dies passt für mich sehr gut, da durch das rituelle
Räuchern mit Salbei mir das Gefühl gegeben wurde, daß
Salbei Vergangenes ausräuchert, Gegenwärtiges reinigt
und klärt und zukünftiges positiv beeinflußt. Salbei
passt also für mich zu Geburt, Tod und Wiedergeburt und schlicht
zu jedem Anlaß wo es um Heilung oder Schutz geht.
In magischen Zaubern wo es um diese Anliegen geht, verwende ich
Salbei nicht nur als reinigende Räucherung, sondern auch in
Kräutersäckchen, Kräuteramuletten oder um eine Kerze
darin zu wälzen und aufzuladen.
Simone Neblich Spang (Aus dem grünen Hain, Selbstverlag Sulzberg)
schreibt zum Salbei folgenden Wunschzauber:
"Wenn man will, daß ein besonderer Wunsch wahr wird,
so schreibt man ihn auf ein Salbeiblatt. Dieses legt man unter das
Kopfkissen. Darauf sollte man nun 3 Nächte lang schlafen. Wenn
man während dieser 3 Nächte irgendwas träumt, was
mit dem Wunsch in Verbindung steht, so wird er in Erfüllung
gehen. Wenn nicht, so sollte man das Salbeiblatt vergraben, damit
einem kein Schaden entsteht."
Und zu guter letzt Schlußworte von Maria Treben einer Kräuterfrau
der "alten Schule" die trotz Angriffen durch die Schulmedizin
1980 ihr Buch "Gesundheit aus der Apotheke Gottes" herausgab:
"Wenn man jahrelang Erfahrungen
mit Heilpflanzen gemacht und oft in schweren Fällen Schutz
und Hilfe unserer lieben Gottesmutter angerufen hat, so spürt
man aus tiefstem Glauben und wahrem Vertrauen, daß sie ihre
schützenden Hände über all die Wunder unserer Heilpflanzen
breitet."
Denn dem Salbei sind keine Grenzen gesetzt!
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