|
...ach ja, und ein notwendiger
Einschub! Leider dürfen wir unsere Theegetränke keinesfalls
verkaufen oder öffentlich anbieten, jedenfalls hier in Deutschland
nicht. Durch das Arzneimittelgesetz wird alles genau reglementiert;
und das Zusammenkippen von Brennesselkraut und Malvenblüten
stellt eine strafbare Handlung dar, wenn man dies gegen Entgeld
für Jemanden anderen tut. Es erfüllt nämlich den
Tatbestand, das man ein Arzneimittel herstellt, welches weder durch
das BMfG geprüft, noch das es durch einen Fachmann (z.B. Apotheker)
hergestellt wurde. Deutschland...
...die andere Sache, die
ich hier schreiben muss (gem. BGB, StGB) ist:
Jede Form von Beschwerden,
die über eine max. dreitägige Unpässlichkeit hinausgehen,
sollten vom Arzt abgeklärt werden. Ein Thee ersetzt nicht den
Arztbesuch, ärztlich verordnete Therapien dürfen nicht
abgesetzt werden und die Anwendung eines Thees während einer
Therapie muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Die
hier dargestellten Thee-Rezepte haben nur beschreibenden Charakter
und stellen keine Aufforderung im Sinne des ArzSchuG zum Gebrauch
dar.
Herstellungsarten
Die medizinahlischen Theegetränke unterscheiden sich grundsätzlich
in drei Herstellungsarten, den Aufguss, das Dekokt und das Macerath.
Für einen Aufguss oder Thee werden die frischen oder getrockneten
Pflanzentheile mit heißem oder kochendem Wasser übergossen
(am besten in einem Theesieb aus Baumwolle) und darin für eine
bestimmte Zeitspanne belassen. Dann wird abgeseiht (oder einfach
das Theesieb entfernt) und der Thee - je nach Anwendungsbeschreibung
und benutzten Kräutern - heiß, warm oder kalt, gesüßt
oder ungesüßt getrunken.
Meiner Erfahrung nach übergießt man ganz allgemein Blütenthees
nur mit heißen, nicht kochendem Wasser, lässt nur kurz
ziehen und trinkt direkt das ungesüßte Getränk.
Bei Blätterthees muss man zwischen heißem und kochendem
Wasser abwägen, wobei ich Kräuter, deren Inhaltsstoffe
hauptsächlich aus ätherischen Ölen bestehen, nicht
mit kochendem Wasser übergieße. Hex sollte den Thee auch
nicht allzu lange ( >10 Minuten) ziehen lasse, damit die sehr
flüchtigen Stoffe nicht herausdampfen.
Bei Kräutern mit viel holzigen oder mehr Stengelanteilen kann
man schon ein bisschen rabiater sein, kochendes Wasser nehmen und
auch länger ziehen lassen. Mein Tip, ausprobieren - meine Erfahrung
ist auch, je länger so ein Thee zieht, umso bitterer wird er.
Letzteres ist vor allem bei solchen Anwendungen wichtig, in welchen
gerade die Bitterstoffe herausgelöst werden sollen.
Ein Dekokt ist eine Aufkochung von Pflanzenteilen in Wasser.
Meistens handelt es sich bei diesen Pflanzentheilen um Wurzeln,
Rinden oder harte Blätter. Hier gilt die Faustregel: 12 Stunden
vor dem Kochen einweichen; Kochzeit je nach Dicke der Pflanzentheile
(von kurz Aufkochen bis zu 2 Stunden simmern); und niemals über
längere Zeit volles Rohr brodeln lassen, es sei denn, es ist
ausdrücklich im Rezept erwähnt. Danach wie mit dem Thee
verfahren und dem Gebrächlichen verabreichen - sofern er Vertrauen
in Dich hat!
Das Macerath oder auch Kaltauszug genannt, ist für
die Ingredienzien von frischen Blütenthees die schonenste Methode.
Hier wird einfach kaltes Wasser über die Pflanzentheile gegossen
und das Ganze für mindestens ½ Stunde bis zu 24 Stunden
kühl und am besten im Dunkeln stehen gelassen. Der Kaltauszug
wird meist in kaltem Zustand genossen, bei einigen Macerathen (wenn
es denn die Inhaltsstoffe es vertragen) kann auch vor dem Genuss
leicht erwärmt werden (niemals kochen!.
Nochwas ganz kurz zum Süßen: es gibt einige Anwendungen
und vor allem einige Unpässlichkeiten, bei welchen das produzierte
Getränk auf jeden Fall ungesüßt zu sich genommen
werden muss. Bei den meisten Anwendungen ist es aber egal und dafür
eignet sich am besten, mit Honig zu süßen. Wenn kein
Honig in der Hexenküche vorrätig ist, ist auch normaler
Zucker o.k. - das hat, meinen Erfahrungen nach, keinerlei negative
Auswirkungen auf die Anwendung.
Zubereitung
Bei allen magischen Getränken nehme ich eine Einteilung
nach den Wirkungen des Gebräus vor. Zum einen magische Heiltränke
gegen Erkrankungen der Körpers, zur Unterstützung der
Heilung/Gesundung und magische Getränke zur natürlichen
Unterstützung oder Harmonisierung.
Selbstverständlich sollte man sich bei der Construktion eines
magischen Gebräus auch an den heilenden Kräften der zu
verwendenden Pflanzen orientieren, doch sind für einen magischen
Thee logischerweise auch die magischen Energien der Pflanzen zu
berücksichtigen. Bei einem solchen Gebräu gehe ich als
Hersteller auch von anderen Voraussetzungen aus, wie als ein Kreutherkundiger,
der einen medizinahlischen Thee herstellt.
Mein Ansatz ist, das zwar auch die wirksamen Inhaltsstoffe der benutzten
Pflanzen im Körper bestimmte Reaktionen auslösen, aber
durch die magische VorBehandlung der genutzten Pflanzen und die
rituelle Zusammenstellung, kann ich die Reihenfolge und die Stärke
bestimmen, in welcher Weise die Ingredienzien wirken. Und ich kann
zusätzlich magische "Energien" (die ich lieber als
"wirkende Informationen" bezeichnen möchte!) einbauen,
die dann ebenfalls zur Wirkung kommen.
Als ersten Schritt sollten wir uns daher eine pflanzenmagische
"Leit(d)struktur" suchen, die alle Informationen,
die wir mit der Pflanzenmischung einbringen, ordnen und strukturieren
kann. Hier eigenen sich magisch starke, hochenergetische Pflanzen:
etwa für den Grippalen Infekt der Apfel, einen Armbruch die
Weide und die Menstruationsbeschwerden der Beifuß.
Ich wende dann für die endgültige Zusammenstellung aller
Pflanzen, die später als Magischer Thee aufgebrüht werden
sollen, unterschiedliche Beurteilungskriterien und -prinzipien an.
Ich orientiere mich dabei zum einen an Überlieferungen zur
magischen Struktur der Pflanze und zum anderen an einem kombinatorischen
Ähnlichkeitsprinzip. Diese Beurteilungskriterien lassen sich
am besten an den Rezepturen einiger magischen Beispielthees zeigen.
Wenn Ihr für ähnliche Fälle andere Rezepturen bevorzugt
oder andere "Leitstrukturen", prima! Die Hauptsache ist,
das es dem Anwender gut geht, die Krankheit entfleuchet oder die
Genesung beschleunigt wird.
Als Beispiele für die drei Theesorten seien hier in der gleichen
Reihenfolge angeführt:
|
Grippaler Infekt
Apfel (Lead)
Lindenblüte
Pfefferminze
Lavendel
Malve
Sonnenhut
Distel
Weinraute
|
Armbruch
Weide (Lead)
Beinwell
Eibisch
Löwenzahn
Melisse
Weinraute
Salbei
|
Schmerzhafte Menstruation
Beifuß (Lead)
Schlüsselblume
Frauenwurzel
Mutterkraut
Melisse
Gundelrebe
Weißdorn
Spitzwegerich
|
Nachdem ich also die Rezeptur und die Leitstruktur festgelegt habe,
begebe ich mich in mein heimisches Kreutherlager (oder an´s
Telefon, wenn ich zu blöd war, und nicht nachgefüllt habe!).
Alles, was ich benötige wird jetzt zunächst abgewogen
oder abgezählt und getrennt voneinander entweder auf Papier
gelegt oder in kleine Glasgefäße gefüllt.
Für die endgültige Zusammenstellung der Thees, schaffe
mir einen entsprechenden Rahmen: Kerzen (Grün oder Blau), Räucherungen,
mein magisches Messer, eventuell werden Mörser und Pistill
benötigt; die Auswahl der richtigen Musik rundet die Vorbereitungen
des magischen Rituals ab.
Der letzte Schritt ist die Zusammenstellung des Thees:
Zunächst mache ich vor mir auf einem großen Blatt Papier
kleine Häufchen von allen Pflanzen, die ich vorher einzeln
abgewogen oder ausgesucht habe und die mit in den magischen Thee
sollen.
Die erste Behandlung - das WIE lasse ich absichtlich aus, das soll
jehex/jeheid machen wie er/sie es gewohnt ist - erfährt logischerweise
die Leitpflanze; sie bekommt den jeweiligen Sachverhalt der Erkrankung
oder des Leides geschildert, den Auftrag die restlichen Pflanzen
anzuleiten und das Geschehen zu steuern.
An dieser Stelle habe ich die Erfahrung gemacht, das man dem Pflänzelin
nicht allzu genau sagen sollte wie es vorzugehen hat, sondern ihm
die Pflanzen vorstellt, die man selbst zusammengestellt hat und
welche grundlegende magische Wirkung dies haben soll. Oft passiert
es, das man dann vor Ort geraten bekommt, eine Pflanze völlig
wegzulassen, ein anderes Kraut zusätzlich einzusetzen sei -
oder das das Ganze sowieso Bockmist ist und mir das nette Leitpflänzelin
dann die entsprechenden Vorgaben macht. Letztere Variante ist ganz
besonders nett und kann einem häufiger mit dem Apfel, der Mistel
oder der Eibe passieren.
Danach spreche ich mit kleinen rituellen Handlungen (spezielle
Räucherung, Kristallauflagen usw.) die individuellen Pflanzengeister
an und mische die Kreuther nacheinander zusammen. Zum guten Schluss
brate ich dann noch meinen allgemeinen Segen drauf und bitte Göttinnen
und/oder Götter das ihrige/seinige dazu zu tun.
Hier hat es sich als handy erwiesen, mit den jeweiligen Göttinnen
zu arbeiten, die für die entsprechenden Bereiche der magischen
Arbeit zuständig sind. Bei den drei beschriebenen Thees etwa
eignen sich Brigidh oder auch Freya dafür hervorragend, mit
Hel oder Diana sollte hex/heid vorsichtiger sein.
Wichtig für den Herstellungsprozess ist die schlussendliche
Weggabe des Theegemisches im Geiste, bevor man den Thee zur Anwendung
weitergibt. Denn sonst kann es passieren, das die weggezauberten
Beschwerden einen anderen Heimsuchen - das kann auch derjenige sein,
der die magische Arbeit tut!
Ein so hergestellter, magischer Thee wirkt auf allen Entsprechungsebenen
und in allen Bereichen der Person (physisch, psychisch und seelisch!),
dies als Hinweis und auch gleichzeitig als Warnung. Die Heilwirkungen
können sich dementsprechend auch auf alle Ebenen auswirken
- manchmal mit nicht erwarteten Nebeneffekten!
|