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Bärlauch
(Allium ursinum)
Bärlauch ist eine bis zu 50 cm hohe Pflanze
(zur besten Sammelzeit, vor der Blüte, eher 10 cm) mit breiten,
lanzettenförmigen, intensiv grünen, glatten Blättern.
Sie sollten intensiv nach Knoblauch riechen. Das ist sehr wichtig,
da es sich sonst um ein Maiglöckchen handeln könnte, welches
heftige Vergiftungserscheinungen hervorrufen würde!!
Genauso intensiv wie dieses Frühlingsgrün riecht, schmeckt
es auch.
Die besten Sammelplätze findet man mit der Nase (siehe oben)
unter 1500 Höhenmetern, in schattigen, feuchten Au- und Laubwäldern.
Die Sammelzeit erstreckt sich von März bis in den Mai, wenn
es sich um die Blätter handelt. Wurzeln, die ebenfalls essbar
sind, sollten erst im Herbst geholt werden.
Verwendung findet der Bärlauch als "Spinat" in Mischung
mit vielen anderen Wildkräutern, als Würze für Aufstriche,
Marinaden, als Fülle für Strudel, um nur einige Möglichkeiten
zu nennen. Allein getrocknet kann er nicht werden, da er dadurch
seinen Geschmack und auch Geruch verliert.
Aber er ist auch eine Heilpflanze: er nennt schwefelhaltige, ätherische
Öle sein eigen, Mineralstoffe, Vitamin A und C. Deshalb findet
er, auch ob seiner Erntezeit, gerne Verwendung als Frühjahrskur
zur Entschlackung und Darmreinigung.
Gänseblümchen (Bellis perennis)
Das Gänseblümchen, auch Tausendschön
genannt, hat eine grundständige Blattrosette, mit schmal bis
verkehrt-eiförmigen Blättern. Aus deren Mitte wächst
ein, bis 10 cm hoher, kahler Blütenstiel. Die Blütenköpfe
selbst sind innen gelb, mit zungenförmigen, weißen oder
hellrosa Blütenblättern (roter Rand und rote Unterseite).
Der Geschmack der Blüten ist angenehm nussartig.
Sammelplätze kann man so gut wie überall finden, wo Gras
wächst.
Ab März bis in den Herbst hinein, kann man Gänseblümchen
ernten. Verwendbar sind die Blüten, die Knospen und auch die
Blätter. Als Verzierung, sowohl pikanter als auch süßer
Speisen finden die Blüten Verwendung. Die Knospen bieten in
Essigmarinade eingelegt einen raffinierten Kapernersatz und die
Blätter finden im Frühlingsalat oder -spinat großen
Anklang. Getrocknet können die Blütenköpfe das ganze
Jahr über als Blutreinigungstee genossen werden.
Im Mittelalter wurde das Gänseblümchen als Wundkraut
sehr geschätzt. Es ist verdauungsfördernd, harn- und schweißtreibend,
entzündungshemmend, krampflösend, stoffwechselanregend
und allgemein kräftigend - was wieder für eine Verwendung
in der Frühjahrskur sprechen würde.
Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Löwenzahn wird bis zu 30 cm hoch, die Blätter
sind tief gezähnt und bodenständig, die Blüte sitzt
auf einem hohlen Stengel, ist intensiv gelb und erreicht bis zu
5 cm Durchmesser.
Sammelplätze sind fette Wiesen, da er Stickstoff im Boden liebt.
Wer mit den Bitterstoffen in der Pflanze Probleme hat, der sollte
eher an schattigen Plätzen sammeln, da in der Sonne wachsender
Löwenzahn besonders reich an Bitterstoffen ist. Hilfreich ist
auch das ganz kurze Abkochen in Salzwasser und anschließendes
möglichst kaltes Abspülen.
Blätter können ab März geerntet werden. Ab April
kommen dann noch die Blüten dazu. Im Herbst können dann
die Wurzeln ausgegraben werden (je kälter es wird, desto bitterer
werden auch die Wurzeln).
Junge Blätter eignen sich hervorragend für Frühlingsgemüse
oder Salat. Die Blütenknospen können (in Essigmarinade
gekocht) wieder als Kapernersatz verwendet werden. Die Blüten
werden entweder getrocknet und dann in Honig eingelegt oder mit
Wasser und Zucker zu Sirup verkocht. Wurzeln eignen sich wunderbar
zum Dünsten (getrocknet, als Tee wirken sie harntreibend, abführend
und stärken den ganzen Organismus).
Löwenzahn ist eine kleine Apotheke an sich - er enthält
Vitamine (A, B, C, Cholin), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Spurenelemente,
Inulin und Mineralsalze.
Brennessel
Brennesseln werden 50-150 cm hoch, haben einen vierkantigen
Stengel, dunkelgrüne grob gezähnte Blätter mit Brennhaaren
und kleine grünliche Blüten, die in hängenden Rispen
angeordnet sind. Ganz junge, gekochte oder getrocknete Blätter
brennen nicht mehr (also entweder Handschuhe zum Sammeln mitnehmen,
oder früh im Jahr auf die Pirsch gehen...).
Sammelorte sind Schuttplätze, Wegränder, Gebüsche
und das bis 3000 m Höhenlage.
Brennesseln sind besonders schmackhaft von März bis Juni.
Gesammelt werden die ersten jungen Blätter und Triebe, die
dann als Spinat, Suppe, Füllung für Strudel, Teigtaschen,
Omeletten, etc. Verwendung finden.
In fast jeder Frühlingskur wird die Brennessel ihren Platz
finden. Sie ist reich an Mineralstoffen, Vitaminen (A und C), Eisen,
Schwefel, Kalk und Kalium. Auch das Essen der rohen Blätter
ist durchaus möglich, wenn man sie vorher einige Zeit in Olivenöl
einlegt (dann brennen auch nicht so junge Triebe nicht mehr).
Huflattich (Tussilago farfara)
Die Blütenstiele des Huflattich sind zwischen
8 und 20 cm hoch und mit Schuppenblättern besetzt. Die Blätter
selber sind bodenständig, rundlich, grob gezähnt und im
Umriss vieleckig. Die Oberseite ist grün und die Unterseite
mit einem weißlichen Filz bedeckt. Die Blüten sind intensiv
gelb und haben fadenförmige Blütenblätter.
Huflattich wächst besonders gut auf lehmigen Wiesen, Schuttplätzen,
Äckern oder feuchten Waldrändern.
Von März bis Mai kann gesammelt werden, da die Blüte meist
schon kurz nach der Schneeschmelze beginnt.
Blätter sollten vor dem Verwenden überbrüht werden,
da die Haare der Unterseite Reizungen im Mundbereich hervorrufen
können. Sie schmecken aromatisch und haben mehr Inhaltsstoffe
als die Blüten. Sie können als Spinat, Suppeneinlage,
Rouladenhülle (größere Blätter) und gebacken
gegessen werden. Die Blüten eigenen sich zur Verzierung und
ausgebacken aus Snack.
Huflattich enthält viel Schwefel (für ein gesundes Aussehen),
Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, Inulin, Gallussäure und
andere Bitterstoffe. Da er auch Schleimstoffe enthält, eignet
er sich hervorragend als Tee bei Bronchitis und trockenem Husten
(immer abseihen, wegen der Blatthaare)
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