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Die Alraune
ist wohl eine der bekanntesten und mystifiziertesten der sogenannten
Hexenpflanzen, obwohl bis heute weder alle Inhaltsstoffe erklärt
noch ihre Wirkung bestätigt werden konnte. Jedoch liegen auch
keinerlei Berichte über Fehldosierungen oder negativen Folgen
nach der Einnahme vor. Auch bei Einnahme größerer Mengen
fand man keine Folgeschäden, die bei Nachtschattengewächsen
ansonsten fast immer eintreten.
Die Mandragora officinarum gehört zu den Nachtschattengewächsen
und ging mit vielen verschiedenen Namen in die Geschichte ein. (Alraunmännchen,
Drachenpuppe, Henkerswurzel, Hundsapfel, Liebeskraut, Dämonenapfel,
Zauberwurz...) Mindestens so viele Eigenschaften wie Namen wurden
ihr zugeschrieben und machten sie zu einer sagenumwobenen Zauberpflanze,
die sie bis heute ist. Kaum zu einer andern Pflanze liegen so viele
Schriften aus den verschiedensten Kulturkreisen vor. Eine der ältesten
Aufzeichnungen über die Alraune ist eine assyrische Tafel mit
Keilschrift über Nam-Tar-Gira. Der Name Alraune
kommt vermutlich von Alrun - dem Wissen um alle Runen. Schon damals
verwendete man die Alraune um hellseherische Fähigkeiten zu
verstärken. Viele Aphrodisiaka enthalten die Wurzeln der Alraune
und es sind einige Rezepte davon überliefert in denen die Wurzel,
in Wein oder Schnaps eingelegt, Verwendung findet.
Ihre Wirkungsweise ist leicht halluzinogen, euphorisierend und aphrodisierend.
Rituell wird die Alraune eher in Räucherwerk verwendet. Ich
sehe sie als Vermittler zwischen Himmel und Erde. Ihre psychoaktiven
Inhaltsstoffe wirken als Räucherung sensitiver und alle Arten
der Trance werden erleichtert. Gerne trägt man die Alraunwurzel
- die männliche Form die einem Menschen ähnlich sieht,
als Amulett oder verwendet sie als Fetisch.
Eine andere Wurzel ist die Angelika
oder Engelswurz genannt.
Magisch vertreibt sie alle negativen Energien und schützt vor
Unheil.
Nordamerikanische Indianer verwenden sie als Räucherung bei
jedem Heilungsritual. So steht sie besonders als Räucherung
für Schutz und Heilung. Kocht man aus der Wurzel einen starken
Tee, so dient er als Unterstützung für Visionen. Angeblich
wird die Angelika dem untergegangenen Atlantis zugeordnet und stellt
auch so eine Verbindung zu dieser Welt her. Als Schutzamulett wird
die Wurzel gern getragen oder aufgehängt.
Heilungsbad:
Gebe folgende Kräuter in ein Leinensäckchen und lasse
das Badewasser darüber fließen:
3 Teile Angelikawurzel
2 Teile Rosmarin
2 Teile Zitronenmelisse
1 Teil Eisenkraut
1 Teil Minze
oder mische daraus eine Räuchermischung und reinige deine Wohnung
damit.
Die medizinischen Eigenschaften der Angelika sind vielfältig.
Am bekanntesten wurde sie zur Zeit der Pest, da Angelika stark antiseptisch
und stärkend wirkt. Besonders bei Erkältungen bewährt
sich diese Heilpflanze und sollte als Tee täglich getrunken
werden um das Immunsystem gerade zur kalten Jahreszeit zu unterstützen.
( ca. 1 TL pro Tasse 10-15 Minuten ziehen lassen)
Als Duftöl stärkt sie unser Selbstvertrauen und unsere
Widerstandskraft, erdet und führt zu unseren Wurzeln.
In keinem meiner Erkältungstees fehlt die Angelika und ich
trage sie auch gerne als Schutzamulett oder verwende sie bei Heilungsräucherungen.
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