Anna Franklin, Paul Mason
Lammas
Celebrating the fruits of the first harvest
2001/ Llewellyn Publications/EUR 16,50/ISBN: 0738700940 |
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Über die Autoren |
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Anna Franklin wurde im englischen Derbyshire geboren und
in jungen Jahren von einer Familie adoptiert. Sie wuchs in
Leicestershire auf und besuchte dort eine katholische Schule.
Im Alter von 18 Jahren erhielt sie in einem Alexandrian/Gardnerian
Coven ihren 1. Grad. In den nächsten Jahren bekam sie
ihren 2. und 3. Grad und beschäftigte sich mit Kräuterkunde
und Aromatherapie. Mitte der 80er Jahre gründete sie den
Online Coven „Heart of Arianrhod“ und publizierte
das heidnische Magazin „Silver Wheel“. Nachdem
sie eine Zeitlang unter schweren gesundheitlichen Problemen
litt, konnte sie Ende 2002 ihre Arbeit als Lehrerin ihres Covens
und Autorin zahlreicher Artikel wieder aufnehmen. Anna Franklin
lebt mit ihrem Lebensgefährten John und sieben Katzen
in einem Dorf in England. Andere Bücher der Autorin: “Pagan
Feasts: Seasonal Food for the Eight Festivals” (1998), “Midsummer – Magical
Celebrations of the Summer Solstice” (2002), “The
Fairy Ring: An Oracle of the Fairy Folk with Cards” (2002).
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Der Engländer Paul Mason ist in erster Linie Illustrator
und Designer und tritt bei „Lammas“ zum ersten
Mal als Koautor in Erscheinung. Seine Ausbildung machte er
im „Loughborough College of Art“, an der Coventry
Universität sowie am Birmingham Polytechnic.Illustrationen
des Autors finden sich im „2002 Goddess Calendar“ (2001), „Fairy
Lore“ (2000), „The Sacred Tarot Circle“ (1998), "Familiars-
Animal Powers of Britain" (1997), "Herbcraft" (1996). |
Zum
Inhalt
„Lammas – Celebrating the fruits of the
first harvest” zählt wie das zuletzt hier besprochene
Werk „Midsummer – Magical Celebrations of the Summer
Solstice” auch zu den vom Llewellyn Verlag veröffentlichten
Büchern über die Jahreskreisfeste und ist von derselben
Autorin, nämlich Anna Franklin, geschrieben. Sie hat Paul Mason
für dieses Projekt als Koautor engagiert.
Hier fällt meine persönliche Beurteilung positiver aus,
obwohl einige Kritikpunkte bestehen bleiben müssen: So versuchen
die Autoren auch hier, dem Leser auf 276 Seiten einen umfassenden
Überblick über die Bräuche und die Herkunft dieses
Festes zu geben – anders als bei „Midsummer“ ist
dies jedoch besser geglückt:
Schon der Abschnitt über die Herkunft von Lughnasad oder Lammas
gerät weitaus umfangreicher als beim vorangegangenen Werk.
Dieser erste Teil erstreckt sich bei „Lammas“ über
immerhin 69 Seiten, obwohl die beiden Autoren – und diesen
Kritikpunkt muss ich leider aus meiner Rezension über die Sonnenwende
übernehmen – auch hier den Leser an vielen Stellen im
Unklaren lassen, aus welchen in der Bibliografie aufgelisteten Werken
sie ihr Wissen beziehen. Doch ungeachtet dieses Mangels, sind die
Seiten über die Herkunft von Lammas im Großen und Ganzen
informativ ausgefallen – eine deutliche Verbesserung.
Selbstverständlich ist auch dem Gott Lugh ein eigenes Kapitel
gewidmet, das sich mit seiner Mythologie und seinen unterschiedlichen
Namen, beispielsweise bei den Kelten, wo er Lugus genannt wurde,
oder in England, wo er als Lud bekannt war, befasst.
Trotzdem – und das ist einer der großen Mängel
dieses Buches - machen die Autoren den Fehler, Spekulation als Fakt
hinzustellen. Sie unterliegen der Versuchung, dem Leser mit suggestiven
Worten wie „dies muss so sein“ oder „offensichtlich“,
ihre Schlüsse aufzudrängen – speziell in dem Abschnitt,
in dem es um die keltischen Lughnasad-Feierlichkeiten geht.
Anders hingegen das Kapitel „Ancient Themes for Modern Pagans“.
Die Autoren haben hier die mythologische Bedeutung des Festtages
gut herausgearbeitet, so dass sich jeder, auch jemand, der sich
zum ersten Mal mit der Thematik „Lammas“ beschäftigt,
etwas darunter vorstellen kann. Komplettiert wird dieser Teil mit
einem kurzen Überblick über Fruchtbarkeits- und Erntegöttinnen
sowie Kriegs- und Jagdgötter.
Weitere Inhalte des Buches sind Bastelanleitungen für Kornpuppen,
verschiedene Lammas-Rezepte, „Krieger-Magie“ und Rituale.
Im Anhang findet der Leser schließlich noch einen Lughnasad
Kalender, die unterschiedlichen Namen des Festes, Symbole, Götter
und Lieder für Lughnasad.
Konklusio
Für Diejenigen, die mehr über die Bräuche
zu dieses Festes lernen wollen, bietet „Lammas – Celebrating
the fruits of the first harvest“ einen guten Überblick.
Allerdings ist es - so meine Meinung – wie auch das Buch „Midsummer“
mit einigem Vorbehalt zu genießen, zumindest was den geschichtlichen
Teil anbelangt.
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