|
Linien
Für mich waren die Linien, die als mögliche Verläufe den zeitlosen Horizont durchziehen, bisher immer quasi als weißer Strich sichtbar. Das sind sie immer noch, aber sie werden durch anders geformte Linien ergänzt. Auch außerhalb der Vorausschau, sind z.B. Absichten innerhalb einer zeitlich begrenzten Situation klare Linien im Raum. Um das an einem Beispiel zu illustrieren: Nehmen wir an, eine Gruppe von Personen befindet sich in einem Raum und die einzelnen Personen haben verschiedene Absichten und ihre Konzentration ist auf verschiedene Punkte gerichtet. Diese Linien sind für mich wie Spinnenfäden, die ein bestimmtes Muster bilden. Bisher verliefen alle Energien ordentlich entlang dieser Bahnen. Doch jetzt scheint es als wären sie in eine Form der Unordnung geraten, denn sie verlaufen nicht gerade bis zum nächsten Treffpunkt mit einer anderen Bahn, sondern brechen sich plötzlich zwischendrin scheinbar unerklärlich und gehen in einer Art Zickzackmuster weiter – teilweise in die bereits eingeschlagene Richtung, teilweise in andere Richtungen. Mit anderen Worten haben wir es hier mit einer Aufspaltung zu tun, die ich so noch nicht gesehen habe. Ja, die Linien, z. B. die möglichen Lebenswege eines Menschen, teilen sich immer irgendwo und spalten sich in mehrere Möglichkeiten, die wiederum viele weitere kreieren. Das meine ich nicht. Vielmehr haben die Linien an sich eine neue Art der Gestaltung entwickelt und sind jetzt nicht mehr klare „Striche“, sondern werden durch Zickzackbahnen ergänzt, die parallel und überschneidend mitlaufen. (Ich bin in der Kunst des Nähens nicht bewandert, aber ich glaube, die Nähmaschine erzeugt dieses Muster über einer von Hand genähten Linie – nur zur besseren Vorstellung, bitte mich bei Irrtum zu korrigieren.) Es kommt daher zu einer Streuung der Energie und zu einer Vielzahl an neuen Möglichkeiten, wie der Weg, der bisher nur eine Linie war, verlaufen könnte.
Feld
Als Feld betrachtet sieht nun obiges Beispiel nicht mehr wie ein Spinnennetz aus, sondern eher wie ein graphisches Gesamtkunstwerk aus der besten Zeit der Graffiti-Ära. Die einzelnen Streuungspunkte haben unzählige andere gegenüber, auf die sie treffen und mit denen sie eine neue Linie oder Zickzacklinie bilden können.
Verkörperung
Wenn wir uns nun vorstellen, wir nehmen dieses Feld ab (wir erinnern uns sicher alle an das Spiel „Schnur abnehmen“ – zur Veranschaulichung), nähen die Ränder zusammen und bilden damit eine Figur, so wird klar, dass ihre Oberfläche nicht glatt ist, sondern dass quasi Ecken herausstehen und sie dadurch viel mehr Interaktionspunkte mit anderen ähnlichen Figuren hat. Es tut mir leid, dass ich das so kompliziert beschreiben muss, aber so sehe ich es und wenn ihr bessere Bilder oder Beschreibungen habt, umso besser! Vielleicht kann ein graphisch begabter Mensch das Ganze zeichnen, dann wäre es vermutlich auch einfacher zu verstehen. Jedenfalls ist daher nicht nur die Art der Verkörperung einer Energie anders, sondern natürlich auch die Dauer, die das im Raum benötigt – also die Manifestation. Denn durch die fast unendlich wirkende Reflexion all dieser Eckpunkte braucht das Licht viel kürzer und ist folglich schneller. Bitte, das ist ein persönlicher Eindruck, keine physikalische Abhandlung!
Zusammengefasst heißt das für mich: Die Möglichkeiten, wie etwas geschehen kann, werden mehr. Ich stelle mir das so vor, dass zwischen dem, was ich für möglich gehalten und dem, was ich erwartet habe, bisher schwarze unausgefüllte Felder waren. Wir müssen damit rechnen, dass diese plötzlich ebenfalls mit Möglichkeiten gefüllt sind! Außerdem erhöhen sich die Arten des Zusammentreffens von möglichen Ereignissen. Es werden neuartige Gesamtstrukturen geschaffen. Und das Ganze geschieht auch noch in viel kürzerer Zeit.
Mir ist klar, dass meine Ausführungen sehr abstrakt sind. Im Laufe der Zeit werden sich die abstrakten Bilder durch Erfahrungen in praktische Vorstellungen verwandeln. Doch die Strukturen sind zumindest für mich noch zu neu, um sie anders zu schildern. Aber meiner Ansicht nach genügt das, was ich hier bieten kann, bereits, um sich Gedanken zur Abänderung der persönlichen Sicherheitsvorkehrungen zu machen. Denn diese Einsichten in die neuen Möglichkeiten haben nicht nur wir. Es sei allen magisch Tätigen selbst überlassen, ob und wie sie dies entsprechend ihrer Tradition und Praxis umsetzen wollen und was davon sie mit anderen teilen wollen. Für mich ist es eine Notwendigkeit und auch eine Frage der Ehre (kein Schmäh!), auf derartige Veränderungen zu reagieren, Wissen zu teilen und vor allem, an einem Strang zu ziehen!J
Bendithion Affalon!
Berkana
P.S.:
Falls sich im Anschluss an diesen Artikel eine Diskussion im Forum
ergeben sollte, möchte ich vorweg sagen, dass ich keinen regelmäßigen Internetzugang habe und sie daher nicht entsprechend verfolgen kann. Aber ich verspreche, dass ich alle persönlichen
Mitteilungen im Laufe der Zeit lesen und beantworten werde!
|