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Synthese
Wenn ich die von Heim, Popp, Cahill, Gödel uva. gemachten
Aussagen kombiniere und auf das Modell der Welt konsequent anwende,
so gibt es die Möglichkeit für wahrscheinlichkeitsverändernde
Informationsstrukturen, die nicht zwingend an eine raum-zeitliche,
energetisch messbare Struktur gebunden sein müssen. Dies bedeutet,
das nicht jedes Lebewesen zwingend an seine körperliche Existenz
gebunden ist und auch eine Existenz darüber hinaus haben kann.
Die
Konsequenz einer solchen Aussage wäre im nächsten
Gedankengang, dass jedes Lebewesen auch ein Pendant in Form eines
unzerstörbaren Wesenskernes im Sinne einer virtuellen Informationsstruktur
unterschiedlicher Komplexität besitzt, welcher von der quantitativ
berechenbaren Raum-Zeit unabhängig existieren kann.
Für einen jetzt lebenden Organismus bindet dieser Wesenskern
an eine jetztzeitige Raum-Zeit-Struktur, z. B. einen biologischen
Körper, dadurch kann dieser Organismus mit der Raum-Zeit solange
direkt wechselwirken, wie die entsprechende Raum-Zeit-Struktur
des Lebewesens existiert. Je komplexer ein Wesenkern strukturiert
ist, desto komplexer wird auch die Raum-Zeit-Struktur, also der
Organismus, konzipiert sein, an welchen er sich binden kann.
Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit einer
indirekten Wechselwirkung zwischen Wesenskern und Raum-Zeit - also
ohne eine feste Anbindung an Raum-Zeit-Strukturen und biologische
Organismen. Und ebenso selbstverständlich können sich
mehrere Wesenskerne zu einer komplexeren Informationsstruktur zusammenschließen
oder auch direkt miteinander Informationen austauschen.
Für einen Menschen bedeuten dies: der Tod ist nicht das Ende
seiner Existenz und die jetzige Zustandsform als lebender Mensch
ist nicht notwendigerweise die Einzige. Es bedeutet aber auch,
dass jene Wesenheiten, die als Geister oder Ahnen beschrieben werden;
Andersweltebenen mit den dazugehörigen virtuellen Lebewesen
tatsächlich existieren und ein Mensch mit jenen Ahnen, Geistern
oder Andersweltlebewesen kommunizieren kann.
Die Frage nach einem Gottesbegriff, die sich notwendigerweise
hier stellt, erfährt innerhalb einer solchen Weltbetrachtung
eine Wandlung - und eine andere Antwort, die ebenso einfach wie
neutral ist. Es kann durch diese Sicht der Welt weder gefragt werden: „Gibt
es einen Gott?“ oder „Gibt es Einen Gott?“, weil
diese Frage bereits eine allumfassende Entität postulieren
würde, die sich als allmächtiges und universelles Regulans
darstellte, die das Universum und die Welt nach seinem Gutdünken
geschaffen hat und dieses nun deterministisch geschehen ließe.
Diese
Frage muss neu formuliert werden und sie muss frei sein von dogmatischen
Grundideologien monotheistischer Religionsbetriebe:
Gibt es eine Entität, welche die Dimensionen der Raum-Zeit
und der Dimension Beurteilung der Wahrscheinlichkeit umfassen könnte?
Es
kann tatsächlich eine imaginäre Dimension beschrieben
und definiert werden, innerhalb der alle Ideen von Ereignissen
(als virtuelle Informationsstrukturen) unseres materiell-energetischen
Universums enthalten sind bzw. neue Ideen durch Kombination, Veränderungen
der Wahrscheinlichkeit und der Naturgesetzen entstehen können,
welche wiederum ein Universum formen können. An der Schnittstelle
der Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit des Einwirkens
dieser Ideen als wahrscheinlichkeitsverändernde Faktoren innerhalb
der Raum-Zeit sind jedoch Beeinflussungen durch Wesenskerne oder
komplexeren Verbindungen von mehreren Wesenskernen möglich.
Diese
Erklärung lässt viel Raum für die Interpretation
des Begriffes Gott, Göttin oder Götter, denn wenn ein
Mensch einen definierten Wesenskern besitzt, kann dieser Mensch
selbstverständlich auch ganz individuell Wahrscheinlichkeiten
und damit virtuelle Informationsstrukturen beeinflussen – und
dies unabhängig davon, ob er gerade an eine raum-zeitliche
Struktur gebunden ist oder nicht.
Alleine die pure Vorstellung eines Individuums oder der feste
Glaube von Menschengruppen an eine bestimmte, virtuelle Wesenform
oder eine vorgestellte, individuelle Gottheit - ob nun anthropomorph
oder nicht - kann die Wahrscheinlichkeit verändern und damit
möglicherweise (auch einen Neuen, noch niemals vorgestellten,
individuellen; wenn auch zunächst virtuellen, Wesenkern, eine
neue Existenz, eine Entität schaffen - welcher ihrerseits
dann zu einer Individualität gelangen und somit ebenfalls
Wahrscheinlichkeiten und Ideen beeinflussen könnte.
Diese Feststellung
zerstört in ihrer Konsequenz jede scheinbar
universelle, aber sehr anthropozentrische Auffassung von Moral
und Ethik und löst einen (oft!) dogmatisch ausgelegten Gegensatz
von Gut und Böse vollends auf, da diese Begriffe für
Wahrscheinlichkeiten nicht anwendbar sind. Gut oder Böse,
Ethik oder Moral sind rein menschliche Konstrukte, die je nach
Gesellschaftsstruktur frei variabel sind und nur in einem kulturellen
Kontext einen Sinn ergeben.
Im universellen Sinne kann es sich bei jenen Entitäten, nach
denen in der Frage gesucht wurde, nur um Tendenzen handeln, welche
im weitesten Sinne als konstruktiv oder destruktiv zu verstehen
sind.
Damit wird deutlich, das solche Konstrukte – völlig
gleich ob sie von „zerstörerischer“ oder „aufbauender“ Tendenz
seien – keinesfalls die Grundlage einer Religio oder eines
Gottesglaubens sein können. Ethik und Moral werden, wie bereits
erklärt, nicht von Göttern bestimmt, sondern von Menschen
gemacht und konstruiert - und dieses virtuellen Konstrukte können
ihrerseits sowohl destruktiv als auch konstruktiv sein – aber
es bleiben Konstrukte, selbst wenn sie eine eigene Identität
besitzen.
Die Disziplinen der Wissenschaften erkunden Teilbereiches
jenes unerschöpflichen Universums; ihre Antworten, ihre Ergebnisse
werfen Schlaglichter auf singuläre stattgefundene oder stattfindende
Ereignisse, analysieren sozusagen vergängliche Manifestationen.
Die eigentliche Religio, die ganzheitliche Schau der Welt, ist
nicht die Schau einer Entität, eines Gottes, sondern die Schau
in den Pool aller Möglichkeiten, die Erfahrung einer unendlichen
Anzahl von wahrscheinlichen Individuen, Welten, Universen und diesen
einen Moment des Verbundenseins mit Allem, allem was je existiert
hat, bereits existent manifestiert ist und was jemals existieren
wird. Dadurch lösen sich die scharfen Grenzen beider Lager
auf, verschmelzen miteinander, und diese Verbindung könnte
die Grundlage für eine Veränderung der individuellen
Wahrnehmung - und der Verantwortung füreinander sein.
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