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Nun sei zunächst bemerkt, dass es die Wissenschaft nicht
gibt, sondern mannigfaltige Disziplinen im Bereich der Natur- und
Geisteswissenschaften, die sich dem Prozess der Analyse von Ereignissen
widmen, welche mit unbewaffnetem Auge, mittels Gerätschaften
und technologischen Errungenschaften oder auf theoretischer, mathematischer,
logischer und philosophischer Basis belegbar, erfahrbar bzw. berechenbar
sind.
Mit diesem Ansatz wird das grundlegende Problem von Wissen und
Glauben schon recht deutlich sichtbar: Wenn dieser analytische
Prozess wiederholbar oder von vielen Wissenschaftlern nachvollziehbar
ist, so wird ihm (mehr oder weniger) das Prädikat einer wahren
Aussage im Bezug auf das analysierte Ereignis zugestanden.
Im scheinbaren Gegensatz dazu stehen solche Ereignisse, die sich
nicht beliebig reproduzieren lassen bzw. mittels einer interen
Erkenntnis einer Art Ganzheit mit Allem gemacht werden; letzteres
wird oft mit dem etwas unglücklich gewählten Begriff
einer „Gotteserfahrung“ gleichgesetzt. Ich sage, in
einem scheinbaren Gegensatz deshalb, weil diese Erfahrungen sich
offenbar einer wissenschaftlichen Analyse entziehen bzw. diese
sich in das von den Natur- und Geisteswissenschaften entworfene
Bild der Welt nur schwerlich einpassen lassen.
Auf der anderen Seite,
also im Lager der sich als religiöse Menschen
jeglicher Couleur Bezeichnenden, besteht meiner Erfahrung nach
der Eindruck, dass analytische Vorgehensweisen und logische Prinzipien
einer (natur)religiösen Erfahrung diametral entgegen stehen
und einer; mit dem Schlagwort „ganzheitlichen“ belegten
Beschreibung oder Betrachtung der Welt im Wege stehen würden.
Leider ist es so, das die beiden Lager keine sichtbaren, gemeinsamen
Berührungspunkte zu besitzen scheinen; Wissenschaftler, die
vielleicht ein Steg über den großen Graben schlagen
möchten, geraten – so sie sich zu weit aus dem Fenster
lehnen – oftmals in das berüchtigte akademische Nirvana,
sprich: sie werden von ihren Kollegen nicht mehr für voll
genommen. Idealisten aus dem anderen Lager, die Hängeleitern
oder Regenbogenbrücken zu den Elfenbeintürmen erschaffen
wollen, sehen sich schnell dem Vorwurf eines Dogmatismus (oder
Schlimmerem!) ausgesetzt.
Schnittmengensuche
Was beide Instanzen offenbar weitestgehend übersehen, sind
die ihnen gesetzten Grenzen - und dass sich diese Grenzen an einigen
Stellen in soweit überschneiden können, dass sie Teilmengen
der Grenze des anderen Lagers bilden können. Und das betrifft
bei weitem nicht nur Disziplinen der Physik (s. a. Heim, Hawking,
Cahill u.v.a.) und der Mathematik (z. B. Gödel). Die
Grenzgebiete der Wissenschaften und die Grenzgebiete der Religion
sind jene
weißen Flecken auf der Landkarte des Universums, die beide
Seiten gleichermaßen berühren und die es für eine
mögliche Synthese auszuloten gilt.
Deswegen möchte ich an dieser Stelle den Begriff Magie einführen,
welcher für mich jenen Grenzbereich beider Lager beschreiben
kann und im folgenden definieren:
Magie bzw. die Definition von Magie erscheint vordergründig
direkt abhängig von den Erkenntnissen über die Welt und
dem daraus erwachsenden individuellen Weltbild. Aus Steinen Eisen
herzustellen war für unsere Vorfahren ein magischer Akt, eine
magische Transmutation an welchem die Elemente Erde, Feuer, Wasser
und Luft auf geheimnisvolle Weise beteiligt und vom Magier benutzt
wurden (i. e. dem Schmied), um nach seinem Willen Neues zu erschaffen.
Heute lernt jedes Kind, das man Eisen aus Eisenerz gewinnt, man
lehrt die chemischen und physikalischen Prozesse, die dafür
nötig sind und bezeichnet das im weitesten Sinne als Werkstoffkunde.
Die
Gedanken eines anderen Menschen im Detail zeitgenau zu erfassen,
ist heute Magie, in ein paar Jahrzehnten wird dies vielleicht ein
Gehirnströme-Scanner leisten können, welcher etwa aus
einem Kernspintomografen und einem damit gekoppelten Quantencomputer
entwickelt werden könnte.
Eine kulturell geprägte oder technische Beschreibung von
scheinbar magischen Vorgängen kann also nicht die tatsächliche
Grundlage einer Definition des Begriffs Magie sein, weil diese
keine wahren Aussagen im Bezug auf stattfindende Ereignisse zulässt.
Bleiben wir aber dabei, Magie ist eine individuelle Erfahrung.
Außerdem bewirkt Magie offenbar Ereignisse - welcher Art
auch immer - die sich einem rein raumzeitlichen Erklärungsmodell
entziehen, m.e. nicht stringent quantifizierbar sind.
Definition
des Begriffs Magie
Magie bezeichnet demnach die Zuschreibung
von qualitativen und virtuellen Kräften – und zwar Kräfte definiert
mit der Bedeutung einer imaginären Informationsstruktur -
an Gegenstände, Wesenheiten und Individuen, sowie das Verfügbarmachen
dieser virtuellen Kräfte durch bestimmte Handlungen, Praktiken,
Riten oder besondere Kenntnisse; in deren Folge quantifizierbare
Ereignisse ausgelöst werden können, welche einer erwarteten
Wahrscheinlichkeit für ihr Auftreten nicht zu entsprechen
scheinen .
Das magische Bild der Welt
Eine magische Weltsicht beinhaltet demnach
nicht nur das materiell/naturwissenschaftlich sichtbare, erfahrbare
und berechenbare
Universum, sondern erweitert sich um mannigfaltige Dimensionen
der Existenz, welche in einem permanenten Prozess der Veränderung
eingebettet sind. Die magische Weltanschauung ist weiterhin geprägt von einem
Willen der Erfahrung und Nutzbarmachung aller gemachten Erfahrungen
und sie kann sich in letzter Konsequenz als eine tiefe Spiritualität
in der tatsächlichen Wortbedeutung einer „Gottesschau“ bzw.
einer Religio - oder besser formuliert – in einem tatsächlichen
und persönlichen Erfahren der Natur des Universums ausdrücken.
Außerdem beinhaltet ein solches Weltbild oftmals eine Art
der „animistischen“ Weltschau. Dies kann sich als eine
Betrachtung der Welt im Sinne eines qualitativen Wissens äußern,
das alles in der Natur bzw. im Universum auf irgendeine Art „belebt“ ist
und damit eine Art eigenes „Bewusstsein“ besitzt.
Die
magische Handlung - am Bespiel des Begriffes Heilung erläutert
Einfach
den Begriff einer „magisch“ induzierten Heilung
einzuführen, wäre zu trivial und vordergründig,
deswegen müssen wir den Begriff der Heilung wesentlich differenzierter
betrachten, indem ich die Abwesenheit von Gesundheit, also den
Begriff der Krankheit näher definiere. Was bedeutet es, wenn
ein Mensch krank ist?
Modern betrachtet heißt das nichts anderes, als das der
betroffene Mensch „arbeitsunfähig“ ist, im Gegensatz
zu anderen, zeitgenössischen Definitionen, die von „genussunfähig“ über „glaubensunfähig“ bis
hin zu „überlebensunfähig“ reichen. Doch
diese Art der Beschreibungen bietet keine zureichende Befundung
des Begriffs Krankheit; also zäume ich das Pferd einmal von
der anderen Seite auf, indem ich die Ursachen von Krankheit definiere:
Krankheiten können durch physische, psychische, seelische
oder magische Stressoren initiiert werden, die sich ihrerseits
wiederum im betroffenen Lebewesen in physischen, psychischen. seelischen
und magischen Auswirkungen manifestieren können. Ist diese
Manifestation nur kurzzeitig, können wir von akuten Erkrankungen
sprechen, eine längerfristige Auswirkung kann als chronische
Erkrankung definiert werden.
Dementsprechend gibt es für die jeweiligen Stressor-Manifestations-Paare
klare Handlungsanweisungen, die zur einer Beseitigung des Stressors,
der Manifestation oder Beidem führen müssen. Diese Handlungsanweisungen
müssen in diesem Fall jedoch auch im Licht der animistischen
Weltschau betrachtet werden, welche eine ganzheitliche Be-Handlung
des erkrankten Menschen auf allen Ebenen notwendig macht.
Die physische
Behandlung ist selbstverständlich einem Arzt
oder Mediziner vorbehalten, ebenso wie eine psychologische Behandlung
von den entsprechenden Fachkräften durchgeführt wird.
Eine zusätzliche Unterstützung des Heilungsprozess (physischer
oder psychischer Erkrankungen) durch Magie oder Seelsorge/Lebensberatung
ist selbstverständlich im Detail mit dem behandelnden Arzt
abzusprechen. Das bedeutet, das es viele physische und psychische
Erkrankungen gibt, die auf physischen, psychischen und seelischen
Stressoren
beruhen; z.B. Bakterien, Stress oder ähnlichem. Dementsprechend
sind die grundlegenden Behandlungen der Symptome und Ursachen einer
Erkrankung auf (phyto-)pharmakologischer Basis völlig in Ordnung
und auch sinnvoll. Jedoch ist es ebenfalls sinnvoll, die Heilung
durch magische Handlungen wie Heilungsrituale oder magische Kräutertees
zu unterstützen und zu fördern.
Wie sich die Behandlung durch Medikamente, psychologische Beratung
oder Seelsorge/Lebensberatung auf die Krankheit auswirkt, ist hinlänglich
bekannt: Antibiotika töten Bakterien, Chemotherapeutika wirken
gegen Krebszellen, Gesprächstherapien können bei psychischen
Erkrankungen helfen und die Seelsorge hilft oft über Verlustängste
nach Todesfällen hinweg. Wie aber wirken magische Rituale,
spezielle Räuchermischungen
oder Tees zur Unterstützung der Heilung?
Wissenschaftstheoretisch
erklärt, wären magische Rituale
solche Handlungen, bei denen virtuelle Informationsinhalte direkt
oder indirekt auf den erkrankten Menschen übertragen werden
sollen und den Heilungsprozess unterstützen. Der magisch arbeitende
Mensch benötigt demnach ein Medium, mittels dessen er diese
Informationen auf den Erkrankten übertragen kann und der Erkrankte
benötigt seinerseits ein Medium, durch das sich diese Information
in seiner Ganzheit manifestiert und in Reaktionen des Körpers
umsetzen lässt.
Völlig unabhängig von der Methode der magischen Arbeit
oder des Rituals lösen die Gedanken eines Menschen bestimmte
Reaktionen aus, die mit einer Aktivität der Nervenzellen einhergeht.
Diese Aktivität hat ein ganz bestimmtes Muster, welches durch
ständiges Wiederholen noch verstärkt werden kann. Mit
der Aktivität der Nervenzellen findet eine Erhöhung der
Biophotonenstrahlung (i) statt, die dieses Muster auch in den virtuellen
Dimensionen mittels den als wahrscheinlichkeitsverändernden
Strukturen definierten Faktoren (ii) nachzeichnet. So entwickeln
die wahrscheinlichkeitsverändernden Strukturen
der Photonen (iii) ein bestimmtes Muster entsprechend jener Informationsgehalte
- und sie liegen damit als eine virtuelle, mehrdimensionale Informationsstruktur
vor. Diese Informationsstruktur ist nicht mehr an die Raum-Zeit
gebunden (iv), daher kann sie überall und jederzeit existieren.
Der
Gedanke eines Menschen, der Wille des Priesters, Schamanen, Magiers
oder einfach des Magic Users wird somit zu einer wahrscheinlichkeitsverändernden
Informationsstruktur, welche jetzt ihrerseits die Biophotonenstrahlung
eines anderen Menschen - in diesem Falle des Patienten - beeinflussen
kann. Wie Popp (iiv) gezeigt hat, beeinflusst die Biophotonenstrahlung
alle physiologischen Vorgänge im Körper - ergo: ein Heilungsprozess
kann dadurch unterstützt oder sogar in Gang gebracht werden.
Einen weiteren Hinweis auf jene Faktoren zeigen Popp´s
Untersuchungen zur Wirksamkeit der Homöopathie (iiiv).
Und damit muss ein magisches Ritual, eine magische Handlung, welches
für den Patienten eine Bedeutung haben und von ihm nicht nur
als Firlefanz empfunden werden soll, als eigenständige Struktur
mit entsprechenden wahrscheinlichkeitsverändernden Qualitäten
in diese Betrachtung mit einbezogen werden - und es bedarf der
vorausgehenden Schau, einer wohlausgewogenen psycho-sozialen und
kulturell-gesellschaftlichen Struktur-Überprüfung, bevor
es eine Anwendung finden kann.
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