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Die drei Tage vor dem Hexentreff waren noch relativ stressig,
fand ich doch für die Dekoration die Hälfte der Ware
nicht – ich hätte am liebsten alles hinschmeißen
können, aber der Gedanke ans BBnC, an die Leute und natürlich
an James, der mindestens genauso genervt und gestresst war wie
ich ließ mich hoffen dass noch alles gut wird.
Einen Tag bevor wir nach Viktring fuhren, fand ich doch tatsächlich
die ganze Ware in einem einzigen Geschäft – ein Geschäft
das Null mit Dekoration und Basteleien zu tun hat… Unergründliche
Wege, wenigstens da war ich jetzt beruhigt.
Donnerstag 11. 5. 06
Nach dieser saulangweiligen Zugfahrt kamen wir, Gholain, sein Bruder
Bernd und ich endlich in Klagenfurt an. Wir wurden netterweise
von Markus abgeholt und schon machte sich trotz Müdigkeit
und Hunger Vorfreude breit.
Endlich am Platz angekommen kamen mir
die Erinnerungen vom letzten BBnC hoch und ich wurde richtig
hibbelig. Nach der Begrüßung
bauten wir unser Zelt auf, dieses Riesending … Jamesy kam
schon auf die Idee deshalb Quadratmeterpreise zu verlangen. *g*
Es war interessant den Platz ganz leer zu sehen und beim Aufbau
zu helfen, mit vollem Magen und doch noch müde fand jeder
schnell seine Arbeit.
Auch Bernd wurde kräftigst eingespannt was das ganze Wochenende
so blieb – doch er hat durch die Arbeit wohl mehr Leute kennen
gelernt als wir beide… *g*
Es war zum Teil anstrengend und doch bei jedem Schritt wurde die
Phantasie angeregt wie es wohl werden würde und die Vorfreude
größer. James lief gestresst hin und her, er musste
am besten überall gleichzeitig sein und war auch leicht genervt – er
tat mir schon richtig leid, aber auf der anderen Seite musste ich
innerlich grinsen, war er doch für sein Temperament bekannt – er
wollte einfach alles perfekt haben und machte sich auch leicht
Sorgen – und ich dachte immer wieder er hat keinen Grund
dazu, den man spürte schon dass es eines der absolut besten
Highlights des Jahres wird (wie all die BBnCs davor) .
Freitag
12. 5. 06
Die Nacht war doch etwas saukalt und da unsere Luftmatratze uns
auch nicht lieb hatte (Löcher) und uns die Luft ausging
waren wir völlig K.O. – ich hab diesen Tag nicht viel
mitbekommen. Am Vormittag dekorierten und bauten wir die restlichen
Dinge auf - bei mir mischte sich Vorfreude und Genervtheit… Nach
und nach trudelten die ersten Verkaufstandler ein und meine Laune
wurde besser und besser. Es kamen auch schon die ersten Leute
und die Vorträge begannen, ich hatte leider keine Zeit einen
davon zu besuchen da ich selbst nur noch durch die Gegend rannte
und auch eine Zeit lang in die Stadt musste.
Die Freude wurde dennoch
immer größer, kamen jetzt
auch die Leute die ich vom letzten Treffen noch kannte und es wurden
erstmal Begrüßungsknuddels ausgeteilt, dann wurde and
en Tischen der Gastro Neuigkeiten ausgetauscht und jetzt war die
Atmosphäre der nächsten Tage schon eingeleitet.
Am Nachmittag hatte ich dann auch endlich Zeit und nahm an der
Gesprächsrunde mit Asgaard teil, allgemein über das Hexenleben – seine
Bauchredner-Show mit seiner Ente Emmerich war total süß und
lockerte die Stimmung erheblich auf. Dieses Gespräch war sehr
interessant und vor allem sehr friedlich, was schön ist bei
so unterschiedlichen Meinungen und man konnte sich von ganz vielen
Leuten ein Bild machen.
Die Runde überzog natürlich einiges an Zeit da es doch
sehr interessant war, doch die meisten Gespräche wurden eh
an der Gastro weiter geführt. Jamesy schien jetzt auch guter
Laune und das freute mich sehr (außerdem sah er soooo niedlich aus in seinem Mittelalterlichen
Kostüm).
Am Abend spielte Trollferd und einige Mädchen tanzten um das
Lagerfeuer, Trollferd spielte auch einige Lieder die man mitsingen
konnte - ich saß etwas weiter weg mit meinen Freunden und
sah zum Feuerplatz und genoss einfach nur die Stimmung, es war
unheimlich schön wie die Leute harmonisch beieinander saßen,
so friedlich harmonisch – das kann man einfach nicht beschreiben.
Mir gefiel es dass die Leute sich einfach der Atmosphäre hingaben
und das taten wonach ihnen war, tanzen, singen, reden…
Langsam wurde ich müde, Gho ging es auch nicht besser und
wir gingen zurück in unser Zelt – irgendwie gab es am
Zeltplatz einige Leute die im Schlaf ganze Wälder absägen
wollten… *gg*
Samstag 13. 5. 06
Ich hasse unsere Luftmatratze… wir hatten einige blaue Flecken
und grantig stand ich auf und ging mich erstmal waschen. Natürlich
waren die meisten schon früher auf als wir und schrien uns
schon von der weiten ein "GUTEN MORGEN entgegen. Von
wegen - ging ich mich erstmal waschen, das kalte Wasser war nicht
gerade
aufmunternd aber dafür war ich hellwach – erstmal frühstücken
(Kaffee und Zigaretten) und setzte mich zu den lieben Leuten an
die Gastro.
Der Vortrag Männer im Heiden- und Hexentum von Frederic Lamond
fing an. eigentlich wollten Gho und ich uns den anhören,
aber wir saßen bei unserem „Frühstück“ und
gähnten nur in die Richtung des Vortrags. Ich ließ mir
allerdings von einigen erzählen wie der Vortrag war, es war
anscheinend sehr interessant und auch die hatten zuwenig Zeit um
die Diskussion zu Ende zu führen – na ja über solche
Themen lässt sich immer ewig lang diskutieren und dennoch
waren die meisten zufrieden und hatten genug Stoff darüber
an der Gastro weiter zu reden.
Dann kam das Spiel: die Witch Wars – vorletztes Jahr war
es der Hexenspeedcontest bei dem wir nur knapp den zweiten Platz
belegten und ich wollte ne Revange gegen nowhere. *g*
Asgaard moderierte
das Spiel wirklich super, er hatte wahnsinnig gute Sprüche
drauf und sorgte für einige Lacher, während
James und die „Herrin der Spiele“ Dimnara die Jury
waren.
Dieses Spiel war verdammt gut ausgedacht, und machte ne Menge
Spaß – man kämpfte als Pärchen gegen ganz
böse Unwesen
Georgie = Dunkler Clown wurde zwangsverpflichtet – doch als
er vom 3. Platz hörte (ne Flasche Met) war er dann doch liebend
gern dabei.
Irgendwie schienen alle den dritten Platz zu wollen, wo man sich
doch mit dem ersten Platz, die 50 Euro viel mehr Met kaufen konnte.
*gg*
Es gab mehrere Aufgaben, die meist immer nur einer der Partner
erledigen durfte – Gho und ich haben uns relativ gut ausgeglichen. Die
Pärchen mussten als erstes einen Zauberspruch erfinden,
Gho und ich hatten da natürlich die volle Blockade und brauchten
am längsten. Die Sprüche wurden dann laut vorgetragen
und es waren alle wirklich wahnsinnig toll und zum großen
Teil auch lustig, vor allem solche tollen Sprüche in so kurzer
Zeit zu erfinden ist bemerkenswert – ich hoffe sehr dass
die veröffentlicht werden. Im Kräuter zuordnen war ich
die absolute Niete und konnte nur raten, allerdings wäre Gho
da auch nicht viel besser gewesen… Gho schlug dennoch alles,
beim Wurfspiel musste man ein Mädchen
(eine weiße Flasche) vor den bösen Dämonen retten
(grüne Flaschen) in dem man sie mit Bällen vom Tisch
runter schoss. Gho natürlich traf als erstes das arme Mädchen
(ich wusste es schon vorher), dafür beim zweiten Wurf den
Oberdämon und so glich er unsere verlorenen Punkte wieder
aus.
Danach mussten wir unseren Sieg und unsere Freude gegen die
Unwesen feiern, einen Hexentanz aufführen - natürlich mit Besen.
Das schwierige und gemeine daran (bzw. das doofe daran) war zu
einer ganz dämlichen Musik zu tanzen.
Georgie war natürlich derjenige von seiner Gruppe der tanzen
musste, und ich glaube der Tanz geht in die Geschichte ein – leidenschaftlich
und euphorisch schwang er den Besen durch die Luft, und fast wäre
er auf die Schnauze gefallen… Bernd war auch
nicht schlecht, er hüpfte etwas rum und zerlegte
gleich den Besen und Laru tanzte mit voller Anmut eine heiße
Mischung aus Bauchtanz, Stocktanz, Gogodance und rhythmischer Gymnastik.
Ich war auch nicht schlecht – ich hab ein bisschen Bauchtanz
versucht und mich dann über die Musik beschwert. *g*
(von allen Tänzen gibt es Videos. *fg*)
Ende Teil I
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