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Dieser kleine Artikel ist ein virtuelle Co-Produktion von Lady Purple und Anufa...
Da stand ich nun, im Museum. Nicht irgendeines,
sondern das Naturhistorische Museum in Wien. Wann ich hier
zuletzt war? Ähm ich denke irgendwann mal in der Schule.
Peinlich eigentlich, sich so wenig anzusehen. Aber jetzt
war ich ja hier. Mit einer netten Gruppe von Heiden, um
die Himmelsscheibe von Nebra zu sehen.
Dank des regen Infoflusses zwischen Dunkler_Clown (der für
das WurzelWerk die Führung auch organisiert hatte) und
Ingrid Viehberger, vom naturhistorischen Museum, kam dieses
Event überhaupt erst in Gang. Insgesamt dürften,
da dieser Termin schon der zweite seiner Art war, so um die
vierzig Leutchen mit uns im Museum gewesen sein...
Das Tolle war, dass wir davor durch die Räume der
Mineraliensammlung gingen und da gab es allerhand zu sehen.
Eigentlich wäre ich ja gerne noch dort geblieben bei
den Steinen. Aber da war es wieder das Gefühl meiner
Kindheit. Da wo man gerne länger verweilt hätte,
wird man durchgetrieben und dauern mahnt jemand endlich
zu kommen, damit der Vortrag weiter gehen kann. Dabei waren
hier doch überall diese Steine, wunderbar glitzernd,
mich verzaubernd.
Und Nebra – hach was kann so eine Scheibe schon bieten gegenüber
diesen mächtigen Wesen des Erdreiches!
 Meteoriten in Hülle und Fülle (die von unserer
Vortragenden ein wenig ins Scheinwerferlicht gerückt
wurden, ob der Verbindung zu den Sternen der Himmelscheibe),
Kristalle in allen Größen und erdenklichen Arten
- ein Konzert der Farben und Formen. Es lohnt sich allein
schon wegen der Mineraliensammlung einen Tag im Naturhistorischen
zu verbringen.
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 Wusstet
ihr, dass hier auch ein Stück
Mond liegt und die unsere Österreich-Flagge mithatten
damals. Nunja gab`s damals wohl zu kaufen so die Stückchen
vom Mond.
Ja und mächtige Wesen waren ja auch noch wo anders!
Denn fasziniert habe ich permanent nach oben gestarrt und
die Decke der Museumshalle bewundert, da gab so den einen
oder anderen Wächter.
Den Hals konnte man sich verrenken, beim Blick auf die wunderbaren
barocken Fresken - obwohl sie mir (trotzdem ich Krebs bin
im Sternzeichen, um wieder bei den Sternen zu bleiben) dann
in ihrer Üppigkeit dann schon fast zu oppulent wurden.
Überhaupt fand ich die Decken und Wände mit
Fresken bemalt, verschnörkelt und verspielt wie aus
barocken Zeiten einfach zum Wohlfühlen und konnte
mich gar nicht satt sehen daran.
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 Wir wurden weitergetrieben in Richtung
Nebra und siehe da - vorbei an einer Skurilität die
ich euch natürlich nicht vorenthalten will. Sitzt
dort tatsächlich im Stiegenaufgang ein Hund. Also,
tot war er und unter Glas, ausgestopft, präpariert
sozusagen. Nur was macht so ein toter Hund im naturhistorischen
Museum? Ja er liegt da einfach rum – schon klar – aber
es ist doch tatsächlich der Hund von Maria Theresia.
Auch so was gibt’s also im Museum zu sehen.
Vorbei am Säbelzahntiger ging es unserem Ziel
entgegen.
Und dann war es soweit – Nebra und die Kriminalgeschichte zu der Scheibe
nahmen uns in ihren Bann. Spannend vor allem die Ausgrabungen von Gegenständen
wo man einfach nicht weiß welche Bedeutung sie hatten, was uns natürlich
viel Anlass zu heidnischen Spekulationen gab.
Aber was tut auch so ein Teil in Schweden und das gleiche Teil aus der selben
Gussform im Burgenland. Und all diese wunderschönen Skulpturen, Reifen,
Spangen, Sicheln, Dolche und Schwerter.
Ganze Horte von bronzezeitlichen Grabbeigaben, oder eher
vermutlichen Grabbeigaben, waren nachgestellt. Da wurden
die Augen schon sehr groß und ich konnte mich um den
Gedanken, dass es auf einen Torc mehr oder weniger, eine
Armspange mehr oder weniger wohl kaum ankommen könnte,
kaum erwehren. Die schiere Überfülle an Fundstücken
erschlug einen ja fast!
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Aber ups darum ging es ja gar nicht, denn
es ging ja um die Scheibe! Und auf die Scheibe tranken
wir dann auch - Gold. Jawohl wir stießen vor der
Barke mit Goldsekt an - ob das gesund ist? Laut Alchemisten
ja schon. Und Gold soll ja auch gegen Rheuma wirken.
Eine wirklich beeindruckende Runde dürften wir da gewesen
sein, mit unseren goldglitzernden Sektgläsern, vor der
Sternenscheibe und dem Sonnenwagen in der mehr als beeindruckenden
Spezialkonstruktion, die ja kaum mehr Vitrine zu nennen war.
Sehr schade, dass ein Handanlegen an dieses Artefakt nicht
möglich ist - es wäre sicher spannend gewesen,
dieses Stück Geschichte auch einmal in der Hand zu halten.
Und nach der Scheibe ging es zu einem Objekt, das
uns Frauen die Hoffnung gibt auch mit Rundung verehrt zu
werden und in der Heidenszene wohl bekannt ist.
 Wir statteten auch der Venus von Willendorf und ihren Begleiterinnen einen
Besuch ab. Warum die Gute in einer Hütte mit Geweih untergebracht ist
weiß ich zwar bis heute nicht aber hatte einen gewissen Grinseffekt -
zumindest bei mir ausgelöst. Und so zog sie uns in ihren Bann. Abgedunkeltes
Licht ein Glaskasten, die Venus und ich.
Fanny und die Venus, wer kennt sie nicht von Abbildungen
oder Repliken? Aber nicht nur diese beiden Figuren waren
zu sehen, sondern noch viele, viele mehr. Geschnitzt aus
Elfenbein von lang ausgestorbenen Tieren, aus Stein oder
Ton.
 Die Willendorferin wurde durch die möglicherweise fast autentische Musik
aus der Knochenflöte und die schon erwähnte dämmrig-rote Beleuchtung
in ihrem Hochsicherheitsglaskasten fast lebendig. Unbeeindruckt wird sie wohl
kaum jemanden lassen!
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Danach ein Saal voller „Cauldrons“ nur
zu gerne hätte ich einen ganz kleinen davon, würde
bei der Menge doch kaum auffallen!
Jaaa, die Kessel waren grandios - vor allem., weil sich
auch mein Wunschkessel ziemlich prominent dort präsentierte.
Die letzten Fragen wurden gestellt an
die nette Dame die uns Heiden durch das Museum führte – gespickt
mit netten Zusatzstories.
Und dann kamen die Dinos! Einen Knochen durfte man sogar
streicheln – spürte
sich aber nicht anders an als andere Knochen. Nur der Knochen selbst war etwas
größer. Und ähm ja auch die„ Dinoscheisse“ ist
wohl ähnlich dem, was man so kennt, nur die Dimension macht es eben
aus.
 Nach vielem Schauen und Gucken waren wir einfach nur fertig und freuten uns
auf einen gschwinden Kaffee und dann zum Relaxen danach auf den WuWe-HexenVideoabend.
Bevor wir ganz gingen – auf zum Videoabend- noch ein letztes mal zum
Amethyst neben dem Stiegenaufgang eine ehrfurchtsvolle Verabschiedung. Naturhistorisches
Museum ich kehre wieder!
Trotz der mehr als deftigen Touristenpreise beschloß ich
mir auch einen gemütlichen Tee im kleinen Café mitten
im Museum zu gönnen, der Ausblick und die Atmosphäre
waren einfach zu verlockend. Es gäbe noch viel über
diesen Nachmittag zu erzählen, aber Dunkler Clown schreibt
gerade an einem Artikel über unseren Ausflug, in dem
dann eher die Fakten nebst wirklicher Info und weniger unser
persönlicher Eindruck die Hauptrolle spielen werden.
Haltet also die Augen in der Events-Rubrik offen...
Es sei aber jetzt schon versprochen - ein Besuch im Museum
lohnt sich auch ohne die Himmelsscheibe und wir werden sicher
mit Ingrid Viehberger, unserer Vortragenden für dieses
Event, noch so einige Führungen mitmachen. Es ist dabei
schon so einiges in Planung - also "stay tuned"! |
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