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BBnC
Was ist ein Hexentreffen?
Ein Treffen von Hexen?
Aber was ist nun eine Hexe?

Eine Frage, über die schon seitenweise erschöpfend geschrieben und diskutiert wurde.
In bezug auf den Ausdruck „Hexentreffen“ fassen wir einen bunten Haufen von Schamanen, Magiern, Wicca, ... und Leuten, die „sich einfach nur interessieren“ zusammen. Kurzum: Jeder, der sich für Spiritualität interessiert, ist willkommen.
Der Zweck des Treffens ist einfach einmal im Jahr die Menschen aus den diversen Bundesländern, Verbänden und Internet Communities an einem Ort zu versammeln. Gerade zu einer Zeit, wo die „neuen Medien“ versuchen den Menschen hinter die Mattscheibe zu verbannen, versucht das Hexentreffen die Tradition der „mündlichen Überlieferung“ zu nutzen um „der Vereinsamung der Neuzeit“ entgegen zu wirken.
Seit dem ersten Hexentreffen 2001 in Zwettl hat sich sehr viel getan – ich bin mir sicher, das Treffen damals hat dazu beigetragen. Die Hexen- und Heidenszene ist gewachsen und Vernetzungen finden statt. Das Hexentreffen versucht eine Gelegenheit abseits der Stammtische zu bieten, wo man frei und ungezwungen jene Leute trifft, mit denen man vielleicht im Netz schon geplaudert hat. Ein Chattertreffen ist es dennoch nicht. Durch die Präsenz der Veranstaltung in Österreich, unter anderem durch unsere österreichweite Werbung, erreichen wir auch jene Leute abseits der Bildschirme.

Angefangen hat alles im Mai 2001, als am Pagan Board (Die Hexen von Wien) der Wunsch nach einem Österreich übergreifenden Treffen geäußert wurde. Angenommen haben sich diesem Cendera und James Vermont. Auf der Suche nach einem Veranstaltungsgelände bot Günther Lassi seine Hilfe an, der im Begriff war einen Hexenmarkt zu organisieren. Die drei taten sich zusammen und so ging das erste Hexentreffen am Dürnhof bei Zwettl über die Bühne. Geboten wurden ein umfangreicher Markt, eine Feuershow und ein donnernder Trommelworkshop. Das Schöne an solchen Events sind Freundschaften und Verbindungen, die entstehen. So gab es, um ein Beispiel zu nennen, eine kleinere Serie von „internen“ Treffen zu den heidnischen Jahreskreisfesten in Feldkirchen.
2002 fanden Markt und Treffen nach dem Motto „Gleiche Zeit, gleicher Ort“ wieder ein zweites Mal statt. Diesmal musste den Tücken des Jahrhunderthochwassers getrotzt werden. 72 wasserfeste Hexentreffler bewiesen dabei ihre Wetterfestigkeit. Erstmalig wurde 2002 die Memberkarte eingeführt, mit der man unter anderem gratis Frühstück bekam. Zur Unterhaltung wurde ein Stelzenlauf, Clownerie und eine Feuershow geboten. Günther Lassi führte durch seine Sonderausstellung „Hexenbund und Zauberkreis“. 2002 sollte auch das letzte Hexentreffen am Gelände des Dürnhof sein: Unstimmigkeiten zwischen dem Inhaber des Geländes und der Organisation waren der Grund dafür. Merlin und Morgane spezialisierten sich danach auf ihre Karriere als Vortragende und Märchenerzähler.

Nach einer langen Locationsuche startete 2003 das Hexentreffen in Rahmen von „Bell Book & Candle“ in Kärnten neu. Die Hexenstub`n mit einem angeschlossenen ehemaligen Campingplatz bot dem Hexentreffen ein ideales neues Zuhause. Das Konzept des Events blieb jedoch gleich: Es ist in zwei Teile gegliedert: Zum einen in das Hexentreffen, zum anderen in den Alternativ - Esoterikmarkt.
Der Alternativ - Esoterikmarkt versinnbildlicht den weltlichen Teil des Lebens und das Hexentreffen den spirituellen Teil. Beides zusammen ergibt einen Yin Yang Effekt. Das Hexentreffen profitiert vom Rahmenprogramm und von dem Angebot des Esoterikmarktes. Der Markt profitiert von den Besuchern des Hexentreffens.
Das Hexentreffen ist seit jeher für seine Teilnehmer kostenlos (lediglich eine Anmeldung und das Campieren am Hexentreffen sind zwingend.) Und dies wird erst mit dem kommerziellen Teil der Veranstaltung machbar. Immerhin müssen ja Werbung, Kurtaxe, Dekoration, Vortragende, Helfer, Gelände uvm. finanziert werden. Geboten wurden dafür im Jahr 2003 mehrere Workshops und Vorträge, der „Best Witch Contest“ und eine Capoeira – Show (das ist ein afro- brasilianischer Kampftanz). Für das Team war 2003 ein besonderer Erfolg. Immerhin war es doch längst nicht klar, ob all die 85 Hexentreffler den weiten Weg nach Kärnten auf sich nehmen würden.

„Bell Book & Candle“ ist ein so genanntes „Open Air Event“ und das ist uns wichtig. Schließlich soll es doch ein Fest für „naturnahe Menschen“ sein. Böse Zungen behaupten, es sei nur „ein billiger Campingausflug für Hexen“. Faktum ist jedoch, dass wir eine offizielle und frei zugängliche Veranstaltung organisieren und wir uns deshalb Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit auf die Fahnen geschrieben haben. Weitergabe von „tieferem Wissen“ ist in diesem Rahmen nur begrenzt möglich. Dennoch gelingt uns der Spagat zwischen „den wissenden Hexen“ und dem „kaufenden Publikum“ recht gut.

Ich bin froh, zusammen mit meinen Freunden, auch 2004 in der Lage zu sein das vierte österreichische Hexentreffen organisieren zu dürfen, waren doch voriges Jahr die Besucherzahlen des Marktes nicht gerade hoch – aber es ist sich ausgegangen.
Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen die Leistungen für beide Teile der Veranstaltung weiter auszubauen. So soll es ein weiteres Spiel und einen Ausflug für das Hexentreffen geben.
Auf euer Kommen freuen sich: Ines, Harry, Markus, Chris, HannesM. und das Team der Hexenstub`n.


JamesVermont


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