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Freyjatru
Ich bin kein Heide im
klassischen Sinn, sondern gehe einen individuellen Weg, der von vielen
heidnischen Vorstellungen abweicht, andere aber durchaus beinhaltet. Nachdem
ich also keiner klassischen Tradition zugeordnet werden kann, würde ich
mich als Freyjatruianer bezeichnen.
Ich fühle mich in der Rolle als undogmatischer Freidenker wohl, da sie
es mir ermöglicht, verschiedene Wege miteinander zu verbinden und meine
eigenen Erkenntnisse mit den Perlen aus verschiedenen Systemen zu ergänzen.
Wie mein Name unschwer vermuten lässt, fühle ich mich mit der altnordischen
Mythologie verbunden, wobei sich meine Vorstellung stark von dem Glauben
mancher Vertreter des traditionellen, germanischen Heidentums unterscheidet.
Ebenso begeistern mich chaosmagische, thelemetische und schamanistische Systeme,
um ein Urmysterium zu erforschen oder im Einklang mit dem Mysterium des eigenen
Seins zu wirken.
Als Mensch bin ich modern ausgerichtet, wobei ich unter dem Begriff „modern
sein“ nicht verstehe, einem hedonistischen Zeitgeist zu folgen oder die
Schattenseiten des Überflusses mit möglichst viel „fun und action“ auszuleben.
Ebenso wenig bedeutet „modern zu sein“ für mich, im Glauben
oberflächlich esoterisch zu werden und alles mit „Licht und Liebe“ oder
dem, wie wir es gerne hätten, dass es ist, zu erklären.
Ich verstehe
unter modern ausgerichtet zu sein, Zeit als Entwicklung nach vorne zu sehen
und als Mensch diesen Fortschritt auch zu nutzen. Bis auf wenige
Ausnahmen abgesehen, wird niemand auf technologische Erkenntnisse, die
zu dem heutigen Lebensstandard geführt haben, verzichten wollen. Wieso
sollte das in der Spiritualität anders sein? Vor allem wenn man die Drohungen
mit Fegefeuer und Verdammnis diverser Religionsführer mit den Schauermärchen
gleichsetzt, die Eltern ihren Kindern erzählen, um sie ins Bett zu bringen
oder ihren Teller aufzuessen.
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